Kolibris sehen nicht nur für uns schön aus, wahrscheinlich sehen sie die Welt auch in einer Schönheit, die uns verwehrt bleibt. Wie Forscher jetzt nämlich anhand von Kolibris herausgefunden haben, können Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische mehr Farben sehen als der Mensch.

Menschen sehen sich gerne als dem Tierreich überlegen an, dabei haben unter anderem Vögel uns so einiges voraus: Sie können nicht nur fliegen (ohne sich in eine metallene Maschine zu begeben), sondern auch Farben sehen, die wir uns nicht einmal in unseren kühnsten Träumen vorstellen können. Das haben Forscher in Experimenten mit wilden Kolibris herausgefunden. Aber nicht nur Vögel sind in dieser Hinsicht mehr begabt als Menschen: Auch Reptilien, Amphibien und Fische können fünf so genannte nicht-spektrale Farben wahrnehmen.

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Während Menschen nämlich nur drei Arten von sogenannten Zapfenzellen – eine Art von Fotorezeptoren in der Netzhaut – im Auge haben, besitzen Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische zusätzlich eine ultraviolette Zapfenzelle – das berichtet "New Scientist". Sie können deshalb nicht nur rotes, grünes und blaues Licht erkennen, sondern zum Beispiel "ultraviolett plus gelb" sehen. Bei "ultraviolett plus gelb" werden die ultravioletten, grünen und roten Zapfen, nicht aber der blaue Zapfen, stimuliert.

Wie dieser Kolibri wohl die Welt sieht?

Für Menschen unmöglich

Insgesamt dürfen die Tiere so mindestens vier zusätzlich Farben genießen, die uns Menschen verwehrt bleiben: ultraviolett plus grün, ultraviolett plus rot, ultraviolett plus gelb und ultraviolett plus violett. "Die eher philosophische Frage, wie diese Farben für Vögel aussehen, können wir unmöglich beantworten", sagt eine der Forscher*innen, Mary Caswell Stoddard von der Princeton University in New Jersey. "Wir haben keine Ahnung, wie diese Farben für Vögel wirklich aussehen."

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Quelle: Noizz.de