In letzter Zeit mal eine Goldkröte gesehen? Wahrscheinlich nicht.

Schluss mit "Ach, die paar Grad Temperaturanstieg"! Die Lage ist ernst und scheint immer schlimmer zu werden. Der Klimawandel ist nichts, was erst unsere Enkelkinder ausbaden müssen, denn schon jetzt sind ihm viele Tierarten zum Opfer gefallen – und es werden immer mehr.

Kleines Beispiel gefällig? Die schon erwähnte Goldkröte lebte in einem kleinen Gebiet im Regenwald Costa Ricas – nur 25 Jahre nach ihrer Entdeckung ist sie jetzt komplett ausgestorben.

Warum? Die Abholzung der umliegenden Wälder, die anhaltende Dürre und die globale Erwärmung führten dazu, dass die Tümpel mit dem Laich und den Kaulquappen komplett austrockneten. Die Kröten sind aber nicht die einzigen Tiere, die die Erderwärmung dahinrafft.

1. Giraffen werden vergiftet

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Wer liebt sie nicht – die entspannten Riesen, die in Süd-, Ost- und Zentralafrika von Baum zu Baum stolzieren und sich die leckersten Blätter schnappen. Doch genau das wird immer schwieriger für Giraffen. Denn mal abgesehen von der illegalen Jagd auf die Säugetiere und der Zurückdrängung ihres Lebensraums, haben sie ein fettes Ernährungsproblem: Ihre Ernährungsgrundlage, die durch den menschengemachten Klimawandel, der auch den Niederschlag beeinflusst, sterben immer wieder Akazien ab.

Um nicht zu hungern, sammeln Giraffen deshalb von den übrig gebliebenen Akazien nicht mehr nur die leckeren Blätter – sondern auch die bitteren. Der bittere Geschmack ist eine Abwehrreaktion des Baumes, der die giftige Chemikalie Tannin in die Blätter schießt. Wenn es genug Akazien gibt, an denen sich die Giraffen abwechselnd bedienen können, ist das kein Problem. Da es jedoch immer weniger von den Bäumen gibt, sind die Giraffen darauf angewiesen, auch die giftigen Blätter zu essen. Dadurch werden Giraffen und ihre Kälber geschwächt. Die Chance, dass sie die harten Lebensbedingungen überleben, sinkt, sodass die Chancen, einem Raubtier zum Opfer fallen, wahrscheinlicher werden. Unter anderem deshalb ist die Anzahl von Giraffen in den letzten 30 Jahren um 40 Prozent gesunken.

2. Elefanten verdursten

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Wasserknappheit ist nicht nur ein Thema, das die Menschheit mit der Zeit immer mehr beschäftigen wird. Sollte es durch den Klimawandel zu einem Temperaturanstieg von 4,5 Grad kommen – was angesichts aktueller Lage zu erwarten wäre – würde es zu einem Artensterben von dramatischem Ausmaß kommen, das unter anderem durch Dürre ausgelöst würde, besagt eine Studie des WWF.

Das betrifft zum Beispiel den Afrikanischen Elefanten, der pro Tag 150 bis 300 Liter Wasser trinkt – und als Folge von Wasserknappheit verdursten würde.

3. Der neue Schlafrhytmus der Biene endet tödlich

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In Deutschland leben etwa 550 verschiedene Bienenarten, den größten Anteil davon bilden die solitären Bienen. Solitäre Bienen nutzen ihre Lebensspanne von nur wenigen Wochen ausschließlich, um sich fortzupflanzen und um ihre Nachkommen mit Nahrung zu füttern. Angewiesen sind sie dabei auf Blütenpollen, die sie oft nur auf bestimmten Pflanzenarten sammeln können. Wichtig ist deshalb ein gutes Timing beim Schlupf.

Besonders dramatisch ist es deshalb, wenn Bienen zu Beginn des Frühlings zu früh ihre Winterruhe beenden – denn dann besteht die Gefahr, dass sie ohne Pflanzen auskommen müssen. Der Klimawandel verschiebt den Zeitpunkt des Frühlingserwachens verschiedener Arten unterschiedlich stark und so kommt es zu zeitlichen Fehlabstimmungen zwischen Bienen- und Pflanzenarten. Dies ist zwar nicht der einzige Grund für das Bienensterben, aber ein erheblicher.

4. Die Qual der Wale

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Wer oder was könnte schon dem größten Tier der Welt etwas anhaben? Die Antwort ist mal wieder: Der Mensch und sein Klimawandel. Und nicht nur Blauwale sind wegen des Klimawandels vom Aussterben bedroht: Alle großen Bartenwale ernähren sich hauptsächlich von Krill, den kleinen Krebstieren, die sie aus dem Wasser filtern. Krill wiederum braucht nährstoffreiches, kaltes Wasser mit Meeresalgen und anderem Plankton – ohne sie stirbt er. Da die Ozeane immer wärmer werden, bricht aber mit dem Krill die Lebensgrundlage für viele Wale, aber auch Robben, Pinguine, Wasservögel und zahlreiche Fischarten weg.

5. Eisbären schmilzt ihr Zuhause weg

Lars, der kleine Eisbär, dürfte heute nicht mehr so schöne Abenteuer erleben, wie in den Bilderbüchern damals. Im Gegenteil. Eisbären sind gerade dabei, ihren Lebensraum und mit ihm ihr Futter zu verlieren – weltweit gibt es noch etwa 22.000 bis 31.000 von ihnen. Vor zwei Jahren sorgte dieses Video für Aufruhr, das einen hungernden Eisbären kurz vor seinem Tod zeigt.

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In dem Video sieht man, dass der Bär nicht etwa auf Eis läuft – der Klimawandel hatte längst dafür gesorgt, dass Eis geschmolzen war. Das Ökosystem der Eisbären verändert sich so schnell, dass den Tieren kaum Zeit bleibt, sich anzupassen. Denn eigentlich verbringen Eisbären die langen Winter und das Frühjahr auf dem Packeis. In dieser Zeit jagen sie Robben und fressen sich große Fettreserven an. Da das Eis seit Jahren aber immer weiter zurückgeht, fehlt den Bären damit die Plattform zum Robbenjagen. Das macht das Überleben, insbesondere für Jungtiere, immer schwieriger. Vor allem Eisbären der südlicheren Populationen können dem raschen Rückzug des Eises oft nicht folgen und "stranden" irgendwann auf dem Festland. Dort finden sie deutlich weniger Beute – sie zehren von ihren Fettreserven und verhungern.

>> Der Klimawandel in 8 unmissverständlichen Memes erklärt

6. Pandas verlieren ihr Dach überm Kopf

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Nicht auch noch die Pandas! Die süßen Bären sind nicht nur die Shootingstars im Berliner Zoo oder auf dem Logo der Umweltorganisation WWF – sie sind auch von Obdachlosigkeit gefährdet. Was?, denkst du jetzt bestimmt, Pandas leben doch nicht in Häusern, sondern in chinesischen Bambuswäldern. Und genau das ist das Problem. Dank des Klimawandels gibt es immer weniger Bambus, der Lebensraum der Pandas stirbt einfach weg. Bambus schützt die Bären nicht nur vor allen Wetterlagen, sondern ist auch ihre Leibspeise. Bedeutet: Pandas sind dank uns Menschen nicht mehr vorm Wetter geschützt und bekommen nichts mehr auf den Teller.

7. Geparden haben keinen Bock mehr auf Sex

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Das schnellste Tier der Welt rast in Richtung Aussterben – denn der Klimawandel beeinflusst die Fortpflanzung von Geparden so negativ, dass es immer weniger von ihnen gibt. Das haben kenianische Forscher herausgefunden. Die höheren Temperaturen sorgen dafür, dass Geparden-Männchen weniger und schlechteres Sperma produzieren und – noch krasser – durch weniger Testosteron im Körper keine Lust auf Sex haben. Die Folge: Weniger Geparden-Babys. Was das auf lange Sicht bedeutet, brauche ich wohl nicht zu erklären.

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Dieser Artikel ist leider nur ein winzig kleiner Ausschnitt davon, wie schlimm die Lage wirklich ist. Wenn wir nicht wollen, dass Giraffen und Pandas bald nur noch im Zoo existieren, wird es schleunigst Zeit, etwas zu tun.

>> Warum unsere Konsumwichser-Generation den Klimawandel nicht aufhalten wird

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  • Quelle:
  • Noizz.de