Noch immer werden viel zu viele Delfine in Gefangenschaft gehalten – unter anderem, damit Tourist*innen mit ihnen schwimmen können. Doch mit der Ego-Tour könnte bald Schluss sein: Tierschutzorganisationen wie PETA plädieren für Robo-Delfine als Ersatz.

Die Bedingungen, unter denen Delfine in Gefangenschaft aufwachsen und leben müssen, sind grausam: Früh werden sie von ihren Müttern isoliert, und werden dann für verschiedene Attraktion in diversen Aquaparks dressiert – nur damit wir unseren Spaß haben.

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Klar, dass diese Lebensumstände für die Meeressäuger alles andere als gut sind: Viele Delfine sind traumatisiert. Damit könnte nun jedoch endlich Schluss sein, denn die beiden Erfinder und Forscher Roger Holzberg und Walt Conti haben in Zusammenarbeit mit dem Augmented-Reality-Konzern GEO AR Games den ersten Robo-Delfin entwickelt. Er kann schwimmen und verhält sich auch sonst wie ein ganz normaler Delfin – dessen Seele nicht zerstört werden muss.

Hier kannst du sehen, wie Robo-Delfin-Schwimmen aussehen könnte:

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Der Robo-Delfin kann laut Angaben seiner Entwickler bis zu zehn Jahre lang in Salzwasser seine Aufgaben – also Touris bespaßen – ausführen. Die Batterie der Roboter muss jedoch alle zehn Stunden neu aufgeladen werden. Ein echter Delfin wird im Schnitt, je nach Art, um die 40 Jahre alt, in Gefangenschaft werden die meisten Tiere allerdings kaum älter als 15 Jahre.

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Bei den ersten Tests kamen die Robo-Delfine gut an, kaum einer bemerkte einen Unterschied zu den echten Tieren. Entwickler Holzberg, der früher als Kreativchef bei Disney gearbeitet hat, sagt über seine Robo-Delfine Folgendes:

Der Delfin wurde entwickelt, um alles zu simulieren: von der Skelettstruktur über die Muskelinteraktion bis hin zu den Fettblasen und Gewichtsablagerungen bei einem echten jugendlichen Tümmler.

Auch Tierschutzorganisationen unterstützen die Robo-Delfine

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Nicht nur bei den Tourist*innen scheint die Idee zu funktionieren. Auch Tierschutzorganisationen unterstützen die Entwickler der Robo-Delfine. PETA setzt sich seit Jahrzehnten dafür ein, dass Tümmler nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden. Die künstlichen Roboter-Tiere, die noch dazu erstaunlich echt aussehen, sind für die NGO eine gute Lösung, um das Leid von Delfinen in Gefangenschaft zu beenden.

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Deswegen werden die beiden Entwickler der Robo-Delfinen von PETA nun auch mit einem Preis, dem "Innovator for Animals Award" ausgezeichnet, der sie bei ihrer weiteren Arbeit unterstützen soll. "Diese visionären Designer haben Delfinen, die beim Schwimmen von archaischen Meeresparks ausgenutzt werden, eine Rettungsleine zugeworfen", sagte PETA-Vize-Päsidentin Tracy Reiman.

  • Quelle:
  • Noizz.de