Die Krustentiere haben sich in Berlin angesiedelt.

Eigentlich sind sie im Südosten der USA und im Norden Mexikos zu Hause. Doch mittlerweile hat sich der Rote Amerikanische Sumpfkrebs auch in Berlin angesiedelt. Die roten Tierchen mit den dornigen Scherenhänden können bis zu 15 Zentimeter lang werden und 5 Jahre leben.

Warum die Tiere in Berlin rumkriechen:

Für manche Aquarien-Besitzer ist die Lebenserwartung von fünf Jahren wohl einfach zu lang. Die Krebse werden freigelassen oder im Fischteich im Garten ausgesetzt. Die sind aber kein Hindernis für die Tiere aus Übersee. Jetzt trifft man sie vor allem rund um den Tiergarten an, wo sie zwischen Kaninchen und Eichhörnchen durchs Unterholz wandern. Der Naturschutzbund NABU kritisiert das Verhalten der Krebstier-Besitzer, die sich so gedankenlos von ihren Haustieren getrennt haben.

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Die Wetterbedingungen sind für die Krebse in Berlin sehr gut. Mehrere milde Winter in Folge haben ihr Überleben ermöglicht. Außerdem vermehreren sie sich mehrmals pro Jahr und Fressen so ziemlich alles, von Pflanzenresten über Fischlaich bis hin zu Insekten.

Das Problem:

Die Einwanderer könnten die Fischbestände verringern und andere Arten verdrängen. Die Tiere einzusammeln dürfte bei ihrer schnell ansteigenden Zahl nichts mehr bringen. Die Berliner Umweltbehörde hofft jetzt auf die natürlichen Feinde des Sumpfkrebses, Füchse und Waschbären. Im vergangenen Jahr wurden außerdem Aale in den Berliner Gewässern ausgesetzt, die ebenfalls Appetit auf Krebs haben.

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Übrigens ist das Fleisch des Roten Amerikanischen Sumpfkrebses eine Delikatesse. Trotzdem ist es nicht empfehlenswert, die Tiere für den eigenen Grill mitzunehmen. Damit würde man sich der Wilderei strafbar machen, was sogar mit einer bis zu 2 Jahre langen Haftstrafe geahndet werden kann.

  • Quelle:
  • Noizz.de