Wahre Helden – und unsere Wombat-Liebe steigt.

Seit Monaten nun wüten die extremen Buschbrände im australischen Bundesstaat New South Wales. Schätzungsweise mehr als eine Milliarde Koalas, Kängurus, Vögel und andere Tiere sind den Flammen zum Opfer gefallen, Menschen verlieren ihre Heimat und sterben. Eine Entspannung der Lage ist noch immer nicht in Sicht.

Trotzdem überleben einige Tiere das Inferno. Das dem so ist haben wir wohl auch den Wombats zu verdanken. Es scheint nämlich so, als ob die vegetarischen Beuteltiere anderen Tieren bei Gefahr in ihren unterirdischen Bauten Unterschlupf gewähren. Diese Theorie stellte zumindest der Dokumentarfilmer Peter Hylands auf.

Nachdem ein Feuer den Großteil des Nationalparks Cobargo Wildlife Sanctuary zerstört hatte, wollte sich der Filmemacher ein eigenes Bild von der Situation machen. Vor Ort sah er zu seiner Überraschung auch Tiere, die vollkommen unversehrt waren, wie er der Nachrichtenseite Yahoo berichtet:

"Es gibt Tiere, die völlig unversehrt sind, und das müssen die Tiere sein, die unter der Erde waren. Dies ist die einzige Erklärung, wenn die Feuerzonen so groß sind."

Auch Yolandi Vermaak, der für die Tierschutzorganisation Wombat Rescue arbeitet, teilt diese Theorie. Wombats sind die einzige Tierart in dem Gebiet, die in unterirdischen Tunnelsystemen leben, die groß genug sind, um verschiedenste Tierarten zu beherbergen:

"Ich habe Tiere gesehen, die in die Baue geflüchtet sind. Ich habe Ameisenigel in Höhlen gehen sehen – Eidechsen und Skinke, Kaninchen – solche Dinge. Ich habe sogar ein kleines Wallaby gesehen."

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Vermaak berichtete Yahoo ebenfalls, dass er bisher kein einziges verletztes Wombat gefunden habe, stattdessen aber viele Überlebende und unversehrte Tiere in den Tunnelsystemen. Die Überlebensrate von Wombats ist durch die unterirdischen Bauten höher als bei anderen Tierarten, allerdings gab es auch unter den Wombats viele Opfer.

Quelle: Noizz.de