Eine Riesen-Ratte aus Kambodscha wurde für ihren mutigen Einsatz bei der Entschärfung von Landminen mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Mit insgesamt 39 gefundenen Landminen und 28 weiteren scharfen Objekten ist sie die erfolgreichste Landminen-Ratte aller Zeiten. Das ist Magawa, die mutigste Ratte der Welt.

Wie werden heutzutage eigentlich Landminen entschärft, um Risikogebiete nach Kriegen wieder begeh- und bewohnbar zu machen? Easy: Man lässt dressierte Riesenhamsterratten in Rekordgeschwindigkeit über die Felder flitzen, die mit ihrem scharfen Geruchssinn viermal schneller als mit menschlichen Detektoren wieder für grünes Licht sorgen.

Landminen-Entschärfungs-Experte Magawa

Die beste und schnellster dieser nagenden Superhelden ist Magawa, eine Ratte aus Kambodscha. Für ihren mutigen Einsatz als lebender Detektor hat sie nun eine Goldmedaille verliehen bekommen. Damit ist sie die erste Ehrenträgerin ihrer Art – und auf bestem Wege, dass katastrophale Image des schmuddeligen, großen Bruders der Maus endlich in besseres Licht zu stellen: Ratten sind schlau, nützlich, fleißig, mutig und, wie im "Proceedingc of the National Academy of Science" veröffentlicht, nicht einmal für die großen Pest-Seuchen im Mittelalter verantwortlich.

Wie wird man als Ratte eigentlich Profi bei der Landminen-Entschärfung?

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Riesen-Ratte Magawa rettet Menschenleben im Sprint

Seine Ausbildung hat der kleine Rattenmann in Tansania absolviert, beim Anti-Personnel Landmines Removal Product Development (APOPO). Dort hat er gelernt, Landminen und andere Sprengsätze anhand ihres Geruchs zu erkennen.

Wie "iflscience" berichtet, sind Ratten die perfekten Lebewesen zum Aufspüren von Landminen – leicht, schnell, perfekter Geruchssinn, intelligent – und damit unvergleichlich besser als Menschen. Während wir Zweibeiner auf Detektoren zum Aufspüren von Metall angewiesen sind, erkennen Magawa und Co. die Sprengsätze zuverlässig am Geruch und zeigen durch Kratzen am Boden, was sich wenige Zentimeter darunter befindet: der Tod.

Innerhalb von 30 Minuten kann Magawa ein Feld sicherstellen, das die Größe eines Tennis-Courts hat – ein Mensch bräuchte dafür vier Tage.

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Auf Twitter könnt ihr unter "@HeroRATs" alles über das Leben der Lebensretter-Ratten erfahren.

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Mögen wir alle beim nächsten Anblick einer wilden Ratte an Magawa denken und nicht an die Pest im Mittelalter, die nach den zitierten Forschungen höchstwahrscheinlich von dreckigen Menschen übertragen wurde.

  • Quelle:
  • Noizz.de