Wie ein Schwerverbrecher: Katze muss vor Gerichtssaal auf Prozess warten.

In einem Korb, verhüllt von einer Decke, harrte das Tier auf dem Gerichtsflur aus. Ein Freund des Frauchens passte dort auf sie auf. Doch was war passiert?

Anfang des Jahres soll die Katze zugebissen haben – in den Oberschenkel einer Nachbarin.  Die befand sich gerade auf einem Spaziergang. „Ohne Vorwarnung“ habe das Tier sie dabei angefallen. Die Bissnarbe habe sich dann entzündet. Zu sehen sei sie immer noch – und erinnere sie für immer an den Angriff.

Hinter Gittern ist die Katze zum Glück nicht gelandet

Doch warum musste die Katze mit zum Gericht? „Zur Identifizierung“, erklärt Richterin Heike Linz-Höhne. Es musste geklärt werden, ob es sich bei dem Übeltäter tatsächlich um genau diese Katze gehandelt habe. Eine schwierige Frage, auch für die Richterin – "bei Nacht sind schließlich alle Katzen grau, wobei diese schwarz-weiß ist", bemerkte sie sichtlich amüsiert.

Zur geplanten Gegenüberstellung kam es dann aber nicht – die Katzenbesitzerin und die Geschädigte einigten sich schon vorher auf einen Vergleich. 2.700 Euro bekommt die Nachbarin nun.

Dass Haustiere vor Gericht erscheinen müssen, ist allerdings eine „absolute Ausnahme“, sagt Heike Linz-Höhne. Der Richterin ist kein ähnlicher Fall bekannt.

Quelle: Noizz.de