Der Maultierhirsch ist eine im Westen Nordamerikas vorkommende Hirschart. Mithilfe modernster Technologie (Helikopter, Seile, Transportsäcke) können die Tiere fliegen. Das sieht nicht nur poetisch aus, sondern hilft auch dabei, sie zu jährlichen ärztlichen Untersuchungen zu transportieren.

Ein Anblick für die Götter: In eisiger Kälte wehen ein paar verwirrte Wölkchen über ewiges Himmelblau. Sonnenlicht pinselt verschneite Landstriche in funkelndes Gold, und durch die Lüfte gleiten schwerelos ein paar – Hirsche. Maultierhirsche, um genau zu sein.

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Maultierhirsche in ihrem Element: Luftige Höhen.

Maultierhirsche

Um 1900 war sie durch übermäßige Jagd fast ausgerottet: Von ursprünglich zehn Millionen Tieren waren noch 300.000 übrig. Es wurden Schutzmaßnahmen ergriffen, sodass es seit den 1960er Jahren wieder etwa fünf Millionen von ihnen gibt.

Zum Schutz und Erhalt der Rasse überprüfen Mitarbeiter der für Wildschutz zuständigen Behörde im US-Bundesstaat Utah den Zustand der Tiere: Sie wollen wissen, wie gut sie über den Winter gekommen sind und fliegen die Tiere deshalb zu einer staatlichen Ranch, die sich um den Schutz von Elchen und Hirschen in der Region kümmert.

So poetisch kann Tierschutz sein. Im Colorway steht die Komposition des Bildes modernen Sneakerdrops um nichts nach.

Vor Ort bei den Ärzten werden die Tiere gewogen und vermessen. Ihr Körperfettanteil wird ermittelt. Dasselbe hat die Behörde mit den Tieren im Herbst gemacht, sodass sie die Daten jetzt vergleichen können. Nach der Aktion werden die Tiere wieder in die Wildnis entlassen und müssen bis zur nächsten Untersuchung damit leben, dem eisernen Griff der Schwerkraft maximal für einige Millisekunden entspringen zu können.

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[Text: zusammen mit dpa]

  • Quelle:
  • Noizz.de