Wir wissen nicht so ganz, was wir von der Aktion halten sollen ...

Las Vegas ist so einiges gewohnt: Fake-Hochzeiten, Casinos, Zauberer, Promis, Promi-Doubles und jede Menge besoffener Touristen sind nur eine Auswahl. Was sich in den letzten Tagen dort abspielte, verwunderte aber selbst die mit allen Wassern gewaschenen Bewohner der Stadt der Sünde: Irgendjemand hat lebenden Tauben kleine, bunte Cowboyhütchen auf den Kopf geklebt – und keiner weiß, wer oder warum.

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Auf einem Video, das ein Bewohner der Stadt namens Bobby Lee, auf Facebook gepostet hat, sind die Tiere mit dem ungewohnten Accessoire auf dem Kopf zu sehen. Man hört ihn sagen: "Diese verdammten Vögel haben Hüte auf, Bruder. Was zur Hölle?" Das Video soll in der Nähe der Tropicana Avenue und des Maryland Parkway aufgenommen worden sein. Richtig viral ging die Story aber erst nachdem "Las Vegas Locally" die Aufnahmen auf Twitter teilte – mit den Worten: "Die Legalisierung von Marihuana hat Konsequenzen".

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Die Reaktionen auf die Cowboy-Tauben sind gespalten: Während einige die Aktion unterhaltsam finden und einen Scherz nach dem anderen reißen, zeigen sich andere besorgt um die Tiere. Eine Twitter-Userin schreibt etwa: "Wow – Das Marketing-Team des NFR gibt sich dieses Jahr besondere Mühe, um das Rodeo zu bewerben" (Das National Finals Rodeo, kurz NFR, ist das größte Meisterschafts-Rodeo-Event in den USA und findet gerade in Las Vegas statt). Ein anderer schreibt: "Ich hoffe, sie sind nicht verletzt, aber das ist der witzigste Scheiß, den ich in meinem ganzen Leben je gesehen habe."

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Auch Experten ordnen die Aktion unterschiedlich ein: Charles Walcott, ein auf Tauben spezialisierter Ornithologe der Cornell Universität, etwa sagte der "New York Times", er sei nicht besorgt um die Tiere. Sie verhielten sich ziemlich normal und schienen nicht verängstigt. Die Hüte seien "sicher leicht genug". "Für mich sehen sie wie glückliche Tauben aus. Aber das ist natürlich schwer zu sagen, weil sie nicht mit uns reden werden", so Walcott.

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Maria Hillman dagegen, Mitbegründerin einer gemeinnützigen Organisation für Tauben, "Lofty Hopes", zeigte sich "Vice" gegenüber beunruhigt: Sie sei besorgt, dass die Hüte die Flugfähigkeit der Tauben beeinflussen, oder Raubtiere von den Farben angelockt werden könnten. Ebenfalls könne es sein, dass die Tiere von ihren Partnern getrennt wurden, um die Hüte zu befestigen. Da Tauben sich lebenslang binden, könnten deshalb Familien aufgelöst oder Babies zum Verhungern zurückgelassen worden sein. Die Organisation versucht derzeit die Tiere zu finden, um die Hüte wieder zu entfernen. Von dem Urheber der Aktion fehlt aber noch immer jede Spur.

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  • Quelle:
  • Noizz.de