Uff.

Kylie Jenner hat ihrer besten Freundin Anastasia Karanikolaou am Wochenende eine Geburtstagsparty geschmissen. Das Motto: Die Fernsehserie "The Handmaid's Tale". Ja, genau, die Hulu-Show, die auf dem dystopischem Roman von Margaret Atwood basiert, in dem Frauen versklavt und vergewaltigt werden.

Und wie reagiert das Netz auf Kylies Instagram-Stories in roter Robe mit weißem Hut? Natürlich mit einem verdienten Shitstorm. Schließlich hat sich die 21-Jährige mit ihrer Party einen verdammt dummen Zeitpunkt ausgesucht.

Falls du es gerade nicht auf dem Schirm hast: In dem Roman beziehugnsweise der Serie "The Handmaid's Tale" werden Frauen in Gilead, dem fiktiven Amerika der Zukunft und einer Diktatur, vollkommen enteignet und dazu gezwungen, die Kinder reicher und wichtiger Männer auf die Welt zu bringen. Das Recht, über den eigenen Körper zu bestimmen, gibt es für diese Mägde nicht. Kommt dir irgendwie bekannt vor?

So ähnlich scheinen mittlerweile viele konservative Republikaner die Welt zu sehen, was sich an den steigenden Verboten für Abtreibungen wie jüngst in Alabama zeigt. Frauen dürfen nicht selbst bestimmten und müssen im Falle einer Schwangerschaft ausnahmslos Kinder kriegen. So viel haben die Männer Gileads und manche Politiker der USA gemeinsam.

Dann kommt Kylie Jenner daher und macht sich aus der niederschmetternden Zukunftsversion von "The Handmaid's Tale" einen Spaß. Mit thematischen Cocktails wie "Praise Be Vodka" und "Under His Eye Tequila" und den Uniformen der Mägde aus der Serie wird für tausende Dollar gefeiert. Wie nah die Dystopie, die diese Outfits verkörpern, gerade an der Realität dran ist, stört die 21-Jährige entweder nicht, oder sie hat einfach keine Ahnung.

Als "Peak White Privilege" wird diese Aktion von einer Twitter-Nutzerin verurteilt. Als weiße, wohlhabende Person habe man eben immer genug Privilegien, um systematische Unterdrückung mehr oder minder zu entgehen. Nicht-weiße Frauen aus niedrigeren sozialen Schichten hätten dagegen in Gilead (oder Alabama) keinen Zugang zu beispielsweise sicheren Abtreibungen, so die Hauptkritik im Netz. "Nichts symbolisiert 'Spaß' so, wie sich als Frauen zu verkleiden, die regelmäßig vergewaltigt und denen grundlegende Menschenrechte verweigert werden", fasst ein User, die absurde Party zusammen.

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Quelle: Noizz.de