Entweder, man war Fan von Christina Aguilera oder von Britney Spears. Beides ging nicht. Ich war Britney-Fan.

Heute schäme ich mich dafür, aber damals war sie die Anständigere, nicht so schlampig wie Christina. Sie war mit Justin Timberlake zusammen, und die beiden waren das Traumpaar für viele Mädchen. Bis zu dem Song „I'm Slave 4u“ konnte Britney allen gut verkaufen, die Unschuld vom Lande zu sein.

Doch als sie auf einmal in sexy Klamotten verschwitzt tanzte und sich an mehreren Körpern rieb, wurde selbst mir bewusst, dass sie wahrscheinlich nicht ehrlich war. Schließlich erzählte sie uns allen, dass sie Jungfrau sei und bis zur Ehe warten wolle. Doch in dem Lied singt sie, alles zu tun, was der Junge von ihr will. Wirklich durchdacht war das nicht, aber das Produkt Britney Spears basierte auf dieser Lüge.

Als sich Justin und Britney trennten, brach für viele eine Welt zusammen. Doch das Schlimmste kam noch – Justin packte über seine Ex aus. Er stellte klar, dass die Geschichte über ihre Jungfräulichkeit gelogen war.

Ich kann nicht einmal sagen, dass ich ihre Musik nicht mehr mochte, aber dass Britney uns allen etwas vorgemacht hatte, um noch mehr Geld zu kriegen, war für mich mit elf Jahren sehr enttäuschend.

Zu dem Zeitpunkt beschloss ich, doch Christina-Aguilera-Fan zu sein. Färbte mir blonde Strähnchen und versuchte, jede Choreographie aus ihren Videos zu lernen. Bei ihr wusste man zumindest, woran man war.

Sorry, Britney, aber kleine Mädchen hinters Licht zu führen, war nicht sehr clever.

Quelle: Noizz.de