Luxusautos, Kokain, Tausende Euro – diese Zeiten sind jetzt vorbei.

Der ehemalige spanische Fußball-Nationalspieler José Luis Pérez Caminero hat jetzt eingeräumt, was schon seit fast einem Jahrzehnt vermutet wurde: Er hat Gelder für die Drogenmafia gewaschen.

Der 50-Jährige, der heute Sportdirektor von Zweitliga-Spitzenreiter FC Málaga ist, bekannte sich am vergangenen Montag bei Verhandlungen mit der Staatsanwaltschaft im Landgericht von Madrid in allen Anklagepunkten als schuldig. Ins Gefängnis muss Caminero für seine illegalen Geschäfte trotzdem nicht.

Bereits im Juni 2009 wurde der ehemalige Mittelfeldspieler von Real Valladolid und Atlético Madrid verhaftet, die Polizei stellte 60.000 Euro bei ihm sicher. Die Verhaftung Camineros führte zu weiteren Festnahmen, die das Ausmaß der Geldwäscherei aufzeigt: Nach Polizeiangaben wurden 31 Menschen festgenommen sowie sieben Luxusautos, 570 Kilo Kokain und zwei Millionen Euro sichergestellt. Insgesamt wurden bei diesen Aktionen drei Drogenhändler- und Geldwäscherbanden ausgehoben.

Wie wurde das Geld gewaschen?

Das Geld der Drogenmafia sei unter anderem mit Hilfe eines Juwelierladens gewaschen worden, teilte das Madrider Landgericht mit. Die Drogen waren aus Kolumbien und Mexiko nach Spanien geschmuggelt worden, und in diese Länder Lateinamerikas ging den Angaben zufolge auch das gewaschene Geld.

Was bedeutet das Schuldgeständnis für Caminero?

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Ex-Profi-Sportler ursprünglich einen vierjährigen Freiheitsentzug gefordert. Am vergangenen Montag wurde Caminero zu einer viermonatigen Haftstrafe und einer Geldstrafe von gut 17.000 Euro verurteilt.

Haftstrafen von bis zu zwei Jahren werden in Spanien bei nicht vorbestraften Angeklagten normalerweise zur Bewährung ausgesetzt. Das ist gemäß der Absprache auch bei Caminero so. Die Geschäfte mit der Mafia bringen den einstigen Sport-Star also nicht hinter Gitter.

Wie funktioniert Geldwäsche überhaupt?

Und wie ist es entstanden? Dieses Video erklärt’s dir:

[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de