Endlich wieder Bundesliga! Aber nicht nur bei uns ist der Profifußball nach Corona-Zwangspause wieder in die Saison gestartet. In Südkorea dürfen die Spieler schon etwas länger wieder auf den Rasen – ohne Publikum und mit strengen Hygieneregeln. Der FC Seoul wollte die leeren Ränge aber zumindest optisch füllen – und nahm dafür Sexpuppen. Das kam bei vielen nicht so gut an ...

Der FC Seoul gehört in Südkorea zu den Topteams, zuletzt konnten sie sich 2016 die Meisterschaft sichern. Doch eine Aktion im Stadion beim Geisterspiel gegen den Gwangju FC am Sonntag kam nicht so gut an: Wie sich herausstellte, handelte es sich bei den lebensgroßen Figuren, die das Stadion zumindest optisch etwas füllen sollten anstelle der echten Fans, um Sexpuppen.

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Angeblich sei das Ganze auf ein versehentliches "Missverständnis" mit dem Lieferanten zurückzuführen – so zumindest die offizielle Aussage des Vereins. Die K-League war die erste Profifußball-Liga, die den Spielbetrieb während der Coronapandemie Anfang Mai wieder aufgenommen hatte.

Ähnlich wie bei uns in der Bundesliga allerdings ohne Publikum und mit strengen Hygieneauflagen. Um der tristen Leere im Stadion entgegenzuwirken, hatte der FC Seoul an diesem Wochenende zum ersten Mal auf die lebensgroßen "Ersatzfans" gesetzt.

So sah es dann im Stadion des FC Seouls aus:

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Die ausschließlich weiblichen Fans hielten Poster und Plakate in der Hand, die pikanterweise laut dem Onlinemagazin Koreaboo, Werbung für Soft-Porno-Streamer machten. Manche Puppen hatten unter ihrem Trikot klar sichtbare Nippel. Doof nur, dass dem Klub angeblich vorab versichert worden sei, dass die Puppen definitiv nicht für sexuelle Lusterfüllung gedacht gewesen seien. Was davon stimmt, und was nicht, lässt sich im Moment nur schwer überprüfen.

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Der Club entschuldigte sich auf Instagram bei seinen Fans:

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"Unsere Absicht war es, in diesen schwierigen Zeiten etwas Unbeschwertes zu tun. Wir werden uns überlegen, was wir tun müssen, um sicherzustellen, dass so etwas nie wieder passiert", hieß es in dem Post. Für viele Fans war das wenig glaubhaft – schließlich mussten die Puppen von Helfern angezogen werden. Dass dabei niemandem etwas aufgefallen sein soll, ist fragwürdig.

Es geht auch anders, ein Geisterspiel-Stadion zu füllen:

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Vielleicht sollte der Verein aus der südkoreanischen Hauptstadt das nächste Mal lieber auf andere Varianten setzen, um das Stadion kreativ zu füllen. Bundesliga-Vereine wie Borussia Mönchengladbach etwa, setzen auf Pappaufsteller mit Fotos von echten Fans auf den Rängen. Sieht überzeugend echt nach einem vollen Stadion aus.

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  • Quelle:
  • Noizz.de