Damit sich muslimische und arabische Profi-Sportlerinnen wohlfühlen.

Das neue It-Piece von Nike sieht irgendwie aus wie eine langgezogene Badekappe. Sportfans kennen es schon von arabischen Frauen-Mannschaften bei den Olympischen Spielen: das Kopftuch (Hijab) für den Sport.

„Nike Hijab Pro” heißt das sportliche Kopftuch und soll ab Frühjahr nächsten Jahres erhältlich sein. Damit geht der Sports-Wear-Gigant auf die Bedürfnisse von arabischen Athletinnen ein, denn die hatten bisher viel zu wenig Auswahl an guten Sport-Hijabs.

Der Sport-Hijab setzt ein Zeichen

Der „Nike Hijab Pro” ist aus besonders leichtem, dehnbaren und atmungsaktiven Stoff. Dadurch soll das Training in heißen arabischen Ländern für Frauen, die Kopftuch tragen, angenehmer werden.

Manal Rostom sagt, dass der „Nike Pro Hijab” muslimische Frauen wie sie ermutigt, Sportlerin zu werden Foto: Nike / nike.com

Zusätzlich zu dem praktischen Aspekt setzt Nike mit dem Hijab auch ein Zeichen. So sagte die muslimische Sportlerin Manal Rostom: „Es ist wichtig, dass eine so große Marke wie Nike Hijabs in die Kollektion mit aufnimmt. Es geht nicht nur darum, das Produkt für arabische Frauen zugänglich zu machen, sondern auch darum, diesen Frauen zu ermöglichen, überhaupt an Wettbewerben teilzunehmen.”

Zahra Lari war 2012 die erste Frau aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, die an einem internationalen Wettbwerb im Eiskunstlaufen teilnahm Foto: Nike / nike.com

Nicht überall sind Sportlerinnen mit Hijab gern gesehen

In der Vergangenheit wurde das Kopftuch in der Sportwelt immer kontrovers diskutiert. Einige Sportlerinnen, wie die Eiskunstläuferin Zahra Lari oder die Fechterin Ibtihaj Muhammed, konnten zwar schon mit Hijab an den Olympischen Spielen teilnehmen, doch viele andere Sportlerinnen müssen mit Einschränkungen kämpfen.

Bei der FIFA gab es beispielsweise bis 2014 ein Verbot für Kopftücher, und bei der FIBA (dem Basketball-Pendant) gibt es das bis heute.

Tatsächlich ist der Hijab nicht zwangsläufig ein Symbol für Unterdrückung. Viele muslimische Frauen entscheiden sich freiwillig dafür, ihr Haar zu verdecken. Und wenn das für diese Frauen kein Problem ist, dann sollte es das auch für niemand anderen sein.

Quelle: Noizz.de