Nike bezahlt Sportlerinnen jetzt nicht mehr schlechter, nur weil sie schwanger sind.

Ein Weltkonzern mit Milliardenumsatz und einem riesigen Stab an Marketing-Fachleuten – musste es wirklich soweit kommen, fragt man sich. Aber diese Geschichte zeigt auch: Protest wirkt!

Rückblick: Anfang des Jahres enthüllten mehrere bei Nike unter Vertrag stehende Athletinnen die diskriminierende Geschäftspraxis des Sportkonzerns. Die olympischen Läuferinnen Alysia Montaño und Allyson Felix hatten enthüllt, wie Nike mit ihnen umgesprungen war, nachdem sie schwanger wurden. Nike habe sie "bestraft weil sie ein Kind hätten", erklärten die Sportlerinnen damals.

Im Mai hatte Montaño in der "New York Times" berichtet, Nike habe ihre Bezahlung gesenkt, als sie schwanger wurde. Im selben Monat ging Felix mit einer ähnlichen Erfahrung an die Öffentlichkeit. Wieder berichtete die "New York Times". Felix erklärte damals, der Konzern habe ihr 70 Prozent weniger Geld bezahlen wollen, nachdem sie Mutter geworden sei.

Die Verantwortlichen bei Nike hatten offenbar rein buchhalterisch kalkuliert: Eine Athletin, die schwanger ist, bestreitet weniger Wettkämpfe, steht weniger in der Öffentlichkeit, fällt unter Umständen länger als Werbebotschafterin aus. Daraus musste also folgen: Weniger Geld für die Frauen. Bullshit schrie die Welt, nachdem die Athletinnen diese frauenfeindliche Geschäftspraxis enthüllt hatten.

Die Berichte der beiden Sportlerinnen führen zu heftigen Gegenreaktionen: Nike fand sich in mitten eines Shitstorms wieder und versprach Besserung. Nun ist es offenbar soweit. Am Freitag postete Felix das Bild einer E-Mail von John Slusher, Nikes "Executive Vice-President of Global Sports-Marketing". In der Mail gibt Nike die aktualisierte Richtlinie bekannt: Im Fall der Schwangerschaft einer Nike-Vertrags-Athletin soll 18 Monate lang keine Verringerung der Zahlung vorgenommen werden. "Unsere Stimmen haben Macht", schrieb Felix.

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Quelle: Noizz.de