9 Weltmeister. 13 Confed-Cup Sieger. 5 Olympia-Teilnehmer. Das sind Jogis-Jungs!

Es sind noch exakt 30 Tage bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2018 (14. Juni) in Russland. Bundestrainer Jogi Löw gab nun den vorläufigen WM-Kader bekannt. Mit diesen Spielern geht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in ihre historische Mission Titelverteidigung. Und es sind einige Überraschungen im 27-köpfigen Aufgebot dabei!

Der Dortmunder Mario Götze ist von Jogi Löw nicht in den vorläufigen WM-Kader berufen worden. Den Verzicht auf den WM-Finaltorschützen von 2014 begründete Löw, wie folgt: „Es tut mir wahnsinnig leid, aber es war nicht seine Saison.”

Freiburgs Nils Petersen, mit 15 Toren bester deutscher Schütze in der abgelaufenen Bundesliga-Saison, stach Bayerns Sandro Wagner aus, der im Gegensatz zu Mario Gomez fehlt. Obwohl Petersen noch vor drei Monaten sagte: „Ich habe keine Chance auf die WM.” Was der Joker bringt, wird sich zeigen.

Ilkay Gündogan und Mesut Özil sind trotz ihres heftig kritisierten Treffens mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan im WM-Kader dabei.

„Das war keine glückliche Aktion”, sagte Löw und kündigte ein Gespräch an. Ein Verzicht auf beide sei aber „zu keiner Sekunde” Thema gewesen.

Özil und Gündogan hatten Erdogan am Sonntag in einem Hotel in London getroffen und signierte Trikots ihrer Vereine überreicht. Gündogan erklärte dies mit einer Geste der Höflichkeit. Löw, einst Trainer in der Türkei, sagte, er zeige auch ein „bisschen Verständnis” für die Spieler, weil er wisse, dass bei Spielern „mit Migrationshintergrund” zwei Herzen in der Brust schlügen.

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Für den angeschlagenen Abwehrchef Jerome Boateng stellt Löw den Leverkusener Jonathan Tah als „Backup” bereit. Tah war zuletzt bei der Europameisterschaft 2016 dabei. Auch Marco Reus bekommt eine Chance, sich für den endgültigen, 23-köpfigen Kader zu empfehlen, den Löw bis 4. Juni beim Weltverband FIFA melden muss.

... nach seinem Fußbruch im September lässt der Keeper noch immer auf sein Comeback warten. Deshalb nimmt Löw mit dessen Stellvertreter Marc-Andre ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp gleich vier Torhüter mit ins Trainingslager nach Südtirol (23. Mai bis 7. Juni). Dort könnte sich Neuer bei den internen Testspielen gegen die U20 die nötige Spielpraxis holen. Vor der WM stehen zudem noch zwei Länderspiele gegen Österreich in Klagenfurt (2. Juni) und Saudi-Arabien in Leverkusen (8. Juni) an.

Joachim Löw wird seinen Vertrag als Bundestrainer mit dem DFB bis 2022 verlängern. Kurz vor der Bekanntgabe des WM-Kaders für Russland gab der Deutsche Fußball-Bund die zu diesem Zeitpunkt überraschende Verlängerung bekannt. Auch der Kontrakt mit Teammanager Oliver Bierhoff wird ausgebaut. Er soll bis 2024 bleiben.

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Die Mannschaft bricht am 12. Juni von Frankfurt/Main aus nach Russland auf, wo sie in Watutinki nahe Moskau ihr Quartier beziehen wird. Am 17. Juni startet sie in Moskau gegen Mexiko ins Turnier, weitere Gruppengegner sind Schweden (23. Juni in Sotschi) und Südkorea (27. in Kasan).

  • Quelle:
  • Noizz.de