Sie ist auch abseits des Spielfelds richtig badass.

Megan Rapinoe ist von der Fifa zur Weltfußballerin des Jahres gekürt worden. In der Endauswahl setzte sich die 34-Jährige gegen ihre US-Nationalteamkollegin Alex Morgan und die englische Nationalspielerin Lucy Bronze durch.

Als Kapitänin führte Rapinoe das US-Team bei der Weltmeisterschaft in Frankreich zum Meistertitel, gewann außerdem den Goldenen Ball als beste Spielerin sowie den Goldenen Schuh als beste Torschützin.

Doch nicht nur ihre Fußballskills sind knallhart. So sorgte Rapinoe auch mit ihrer Kritik gegen US-Präsident Donald Trump für ganz schön viel Aufmerksamkeit. Bereits während des Turniers hatte sie angekündigt, auf den Präsidentenempfang zu verzichten, sollte sie mit ihrem Team den Titel holen. "Ich gehe doch nicht ins fucking Weiße Haus", sagte sie. Trump reagierte verächtlich und twitterte, sie solle "den Job erst zu Ende bringen", bevor sie so etwas sage. Er werde das Team einladen, ob es gewinne oder verliere. Rapinoe solle dem Land außerdem mehr Respekt zollen. Hier sind die beiden Tweets:

Und – oh Wunder – Megan brachte den Job zu Ende. Rapinoe: 1, Trump: 0. Der Besuch im Weißen Haus blieb aus.

Rapinoe spielt als Stürmerin für den Klub Reign FC aus Seattle. Auch abseits ihrer Trump-Kritik, setzt sie sich gesellschaftlich gegen Rassismus, Homophobie und Geschlechterdiskriminierung ein.

Megan Rapinoe gemeinsam mit ihrer Trainerin Jill Ellis, die zur Trainerin des Jahres gekührt wurde Foto: dpa picture alliance / Antonio Calanni

Rapinoe ist die vierte Amerikanerin nach Mia Hamm (2001, 2002), Abby Wambach (2012) und Carli Lloyd (2015, 2016), die den Titel als Weltfußballerin erhält. Deutsche Preisträgerinnen waren Birgit Prinz (2003-2005), Nadine Angerer (2013) und Nadine Keßler (2014).

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Quelle: Noizz.de