2 Sachen deuten darauf hin, dass die Gastgeber geschummelt haben.

Die russische Nationalmannschaft ist inzwischen zwar im Viertelfinale ausgeschieden, doch sie hat diesen Sommer immerhin ein ganzes Land mitreißen können: Die Russen erlebten ihr eigenes Fußballmärchen, konnten ihrer Mannschaft bei einer erfolgreichen Gruppenphase zusehen und schickten sogar Spanien, den Weltmeister von 2010, nach Hause.

Gegen Kroatien war am Sonntag im Elfmeterschießen Schluss. Doch gewisse Vorwürfe, bei den Russen wäre nicht alles mit rechten Dingen zugegangen, werden bleiben. Die hohe Laufleistung der Mannschaft ist relativ – die Deutschen und die Serben konnten noch mehr Kilometer zurücklegen. Zwei Indizien jedoch nähren den Verdacht, dass die Russen gedopt haben.

1. Die Spuren an Dsjubas Arm

Wie man bei seinem Torjubel gegen die Spanier sehen konnte, hat der russische Stürmer Artjom Dsjuba Spuren von einer Spritze davongetragen. Dass es sich hierbei nicht bloß um einen Kratzer oder einen Insektenstich gehandelt hat, wurde inzwischen auch vom russischen Fußballverband bestätigt.

So soll Dsjuba Blut entnommen worden sein, „um den Funktionszustand zu überwachen“, wie es in einer Mitteilung des Mannschaftsarztes heißt. Das weckte aber bei vielen Experten misstrauen: Im Fußball ist es nicht üblich, venös Blut zu entnehmen, nur um einen Routine-Check durchzuführen. Dafür reiche ein kleiner Stich ins Ohrläppchen. Warum die medizinische Abteilung der Russen trotzdem eine Nadel in den Arm setzte, bleibt also unklar.

2. Wladimir Granat und sein Ammoniak

Der Innenverteidiger Wladimir Granat wurde kurz vor seiner Einwechslung beobachtet, wie er an einem Wattebälllchen schnüffelte, das in Ammoniak getränkt war. Das soll leistungssteigernd wirken und die Atmung anregen. Verboten ist es allerdings offiziell nicht, wie auch die Deutsche Anti-Doping-Agentur NADA auf Twitter bestätigte:

Dennoch lässt der Umgang der Russen mit solch leistungssteigernden Mitteln Fragen offen: Seit den olympischen Spielen in Sotschi ist das russische Staatsdoping der Öffentlichkeit bekannt. Wer sichtbar Ammoniak nimmt – im Fußball keineswegs Standard, nur weil es erlaubt ist – gibt sich automatisch der Diskussion hin.

Die wird mit dem Aus im Viertelfinale vielleicht weniger heftig geführt. Vorbei ist sie jedoch nicht.

Quelle: Noizz.de