Affenlaute und Hetzsprüche im Stadion? Auf Nimmerwiedersehen.

Spieler, die im Stadion rassistisch beleidigt werden, Fans die Affenlaute nachahmen, sobald ein schwarzer Spieler am Ball ist – Rassismus im Fußball ist leider keine Seltenheit. Erst vor wenigen Tagen gab es beim Pokalspiel von Schalke gegen Hertha wieder einen rassistischen Totalausfall:

Hertha-Verteidiger Jordan Torunarigha wurde im Pokalspiel auf Schalke von gegnerischen Fans mit Affenlauten rassistisch beleidigt. Nach einiger Zeit war er sogar so verzweifelt, dass er in Tränen ausbrach.

Nicht nur in deutschen Stadien sind rassistische Fans in Riesenproblem. Zur Fußball-EM dieses Jahr soll es deshalb härtere Maßnahmen geben, um diese zu identifizieren.

Italiens Minister für Jugend und Sport will unter anderem mit Geräuschradar und die Videoüberwachung mit Gesichtserkennung gegen rassistische Fans vorgehen, teilte die italienische Nachrichtenagentur Ansa mit. In den kommenden Wochen solle die Technik landesweit zum ersten Mal in den wichtigsten Stadien ausprobiert werden, sagte Minister Vincenzo Spadafora. Das könne den Sicherheitskräften bei ihrer Arbeit helfen und werde hoffentlich schon beim EM-Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei am 12. Juni im Olympiastadion Rom eingesetzt.

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In italienischen Stadien werden Fußballer ebenfalls häufig rassistisch beleidigt. Mario Balotelli vom Serie-A-Club Brescia Calcio etwa wurde Anfang November letzten Jahres im Spiel gegen Hellas Verona von gegnerischen Fans mit Affenlauten beleidigt, ähnlich wie bei Torunarigha auf Schalke. Die Polizei ermittelte einen Fußballfan. Er darf nun fünf Jahre lang europaweit kein Stadion mehr betreten.

[Text: Zusammen mit dpa]

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Quelle: Noizz.de