Sagt sogar FIFA-Präsident Gianni Infantino – und wenn sich der FIFA-Boss einschaltet und nicht mehr ignoriert, ist wirklich etwas im Argen.

Der "Salut Romano", ein faschistischer Gruß aus der Zeit Mussolinis und Vorbild für den Hitler Gruß, ist in den Fanblöcken vieler italienischer Erstligisten Standard. Auch bei uns in Deutschland rechnen sich viele Hooligan-Gruppen und Ultra-Fanclubs dem rechten Lager zu. In der Seria A, der italienischen Bundesliga, sind am vergangenen Spieltag die Vorfälle mal wieder eskaliert.

So krass, dass sich sogar FIFA-Präsident Gianni Infantino besorgt über die jüngsten rassistischen Vorfälle im italienischen Profifußball geäußert hatte. Im italienischen Fernsehsender RAI sagte der Chef des Weltverbandes, die Situation sei "sehr ernst“ und müsse solange bekämpft werden, bis rassistische Gesänge aufhörten.

Was ist passiert?

Die Erstliga-Partie zwischen Atalanta Bergamo und dem AC Florenz war wegen rassistischer Gesänge während der ersten Halbzeit kurzzeitig unterbrochen worden. Florenz-Profi Dalbert Henrique aus Brasilien hatte den Schiedsrichter angesprochen, weil er sich von Atalanta-Fans rassistisch beschimpft fühlte. Auch der belgische Nationalspieler Romelu Lukaku von Inter Mailand war zuletzt Ziel solcher Attacken.

Rassismus müsse mit Bildung, Verurteilung und Diskussionen bekämpft werden, sagte Infantino. "Wir können keinen Rassismus in der Gesellschaft oder im Sport haben. In Italien hat sich die Situation nicht verbessert, und das ist sehr ernst. Man muss die Verantwortlichen identifizieren und aus den Stadien werfen", verlangte der Schweizer. Es dürfe keine Angst davor geben, Rassisten zu verurteilen.

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[Zusammen mit: dpa]

Quelle: Noizz.de