Perfekt fürs Berghain und den Schwarzen Block.

Es ist nämlich so: Irgendwie hat es sich eingespielt, dass ich so gut wie nur noch Schwarz trage. Und bevor du anhebst, zu sagen: Ja, ja, er hat sich die Berlin-Krankheit eingefangen!, versichere ich dir: Nein, nein, ich hab mich schon vor Berlin so angezogen. Eine typische Berlin-Antwort halt.

(Apropos Berlin: Den Move, ein gänzlich schwarzes Trikot rauszubringen, hätte eigentlich schon längst der unfreiwillig verhipsterte Verein Union Berlin machen müssen ...)

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Ein komplett Schwarzes Trikot eines internationalen – na ja – Top-Vereins, zumindest eines Klubs, der in einer halbwegs redlich Liga den ersten Platz belegt hat, nämlich des AIK Fotboll aus Schweden. Das Hype-Magazin Highsnobiety spricht von einem „murdered-out piece of art“; so weit würde ich nicht gehen, aber es ist schon todescool.

Das AIK-Fotboll-Trikot von vorne Foto: Pro:Direct Soccer
Detail der Rückseite Foto: Pro:Direct Soccer
Detail der Front Foto: Pro:Direct Soccer
Die edle Verpackung Foto: Pro:Direct Soccer

Alles an dem Trikot ist schwarz: das Mannschaftsabzeichen, der Nike-Swoosh, das Gründungsjahr (1891), das statt des Sponsors stolz auf der Brust prangt. Es erinnert mich an die neuseeländische Rugby-Nationalspieler: die All Blacks, die – wie ihr Spitzname verrät – bekanntermaßen komplett in Schwarz aufmarschieren.

Andere Fußball-Mannschaften haben ähnliche Versuche gewagt, waren dabei aber nicht so konsequent wie AIK Footboll. Beim chinesischen Auswärtstrikot sind die Logos Gelb, und es weist ein traditionelles Drachenmuster auf. Auch Liverpool FC hatte 2016/17 ein ziemlich schwarzes Auswärtstrikot, der Pariser Verein Saint-Germain, der sich mit seiner Air-Jordan-Kollektion sowieso schon aufgeswagt hat, trägt auch ab und zu recht schwarz.

Das chinesische Auswärtstrikot der Fußball-WM 2018 Foto: Nike

Die Fan-Kurve von AIK Footboll dürfte jedenfalls bald so aussehen wie die Schlange vorm Berghain oder der Schwarze Block bei linksextremen Demos – falls die normalen Vereinsanhänger überhaupt in den Genuss des exquisiten Trikots kommen. Es war nämlich streng limitiert und ist natürlich schon wieder ausverkauft. Immerhin: Der Erlös kommt einem Mentoring-Programm in den Vororten von Stockholm zugute.

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Quelle: Noizz.de