Ausländer dürfen maximal nur noch zwei Meter groß sein.

Die koreanische Liga hat ein Zuschauer Problem. Die Sportfans im Süden der asiatischen Halbinsel gehen lieber zum Fußball und Baseball. Die heimische Basketball-Liga ist im internationalen Vergleich einfach zu unattraktiv. Um das zu ändern, wollen die Liga-Bosse zur kommenden Saison eine Regel einführen, die in der restlichen Sportwelt nur für Kopfschütteln sorgt.

Neuerdings darf jedes Team nur noch zwei Ausländer im Kader haben und die dürfen maximal 1,86 Meter oder 2 Meter groß sein. Begründung: „Die Spiele sind in den letzten Jahren langweiliger geworden, weil die Mannschaften zu sehr abhängig von ihren großen Spielern waren“, erklärt Liga-Boss Kim Yong-il und fügt hinzu: „Wir glauben daran, dass die neue Beschränkung, die Popularität des professionellen Basketballs in Korea steigern wird.“

Leittragender ist unter anderem David Simon. Der 35-Jährige Amerikaner misst 2,03 Meter und bekommt damit in Korea quasi ein Berufsverbot erteilt. Mit 26,1 Zählern pro Spiel war er der beste Punktesammler der letzten Saison. Wieso die Liga attraktiver wird, wenn sie einen ihrer besten Spieler verliert, scheint sie exklusiv zu wissen.

Simon hat entsprechend wenig Verständnis: „Die Länge gar nichts über ihre Fähigkeiten aus“, sagte er der BBC und hat damit Recht. Viele große Basketballer sind eher rabiate Brecher als gefühlvolle Distanzschützen. Die Profis, die beides verbinden, spielen aufgrund ihrer Rarität eher in der NBA als in Korea.

Um ihre Stars halten zu können, greifen einige Teams zu verzweifelten Maßnahmen. Die koreanische Agentur Yonhap News Agency berichtete, dass einige Vereine ihren zu großen Spielern empfohlen hätten, vor der Messung schwere Ausrüstung zu tragen, um so zu schrumpfen. David Simon wird das nichts bringen, er will sich im Ausland nach einem neuen Club umsehen.

Quelle: Noizz.de