Von diesem Verhalten können wir uns alle eine Scheibe abschneiden.

Große Fußballspiele sind eigentlich eine Mischung aus Kirmes – lauter Musik, es gibt was zu gucken, Alkohol und Essen sind massig da, aber teuer – und ein bisschen auch Karneval, einige Fans verkleiden sich ja auch auf sehr exotische Weise. Da kommt schon ziemlich viel Müll zusammen und wenn man das eine oder andere Siegbier zu viel intus hat, oder einfach lieber Party machen möchte, hinterlässt man den eigenen Platz nicht unbedingt im vorgefundenen Zustand: Auf den Tribünen sammeln sich dagebliebene Flaggen, Essensreste, Plastikbecher und was man sonst so noch liegen lassen kann.

Doch zwei Teams, beziehungsweise deren Fans, stechen in diesem Jahr besonders hervor: Die Anhänger der japanischen und senegalesischen Mannschaften ließen nach ihren historisch siegreichen Eröffnungsspielen nicht alles stehen und liegen, um feiern zu gehen. Sie nahmen sich erstmal Zeit, ihre Plätze aufzuräumen und alles in einem sauberen Zustand zu hinterlassen. Auch einige Anhänger des saudischen Teams räumten nach den Spielen auf.

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Bei Japan stießen sogar kolumbianische Fans dazu und halfen dabei, Abfälle einzusammeln. Das nennt man WM-Spirit und Freundlichkeit wie aus der Fifa-Fairnesswerbung.

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Am kommenden Sonntag treffen Japan und Senegal auch sportlich im Spiel aufeinander – da werden die Reinigungskräfte des Stadions in Jekaterinburg bestimmt einen leichteren Arbeitstag haben.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Fans bei Fußballmeisterschaften statt grölend ein Stadion voller Müllhaufen zu hinterlassen, erstmal aufräumen und durch ihr herzliches Verhalten besonders auffallen. Erinnern wir uns an die irischen Fans bei der EM 2016 in Frankreich, wo sie aufräumten, fröhlich singend durch die Städte zogen und sogar in der U-Bahn einem Kind ein Gutenachtlied sangen. Zwar schied das irische Team bereits im Achtelfinale aus (wo sie noch ihren Spielern ordentlich Mut machten), doch trotzdem blieben die Iren weiter freundlich und bekamen von der UEFA für ihr Verhalten den „Outstanding Contribution“-Preis.

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Ein Negativbeispiel kommt wiederum von einer Handvoll kolumbianischen Anhängern: Diese Fans hatten es offenbar ziemlich schwer, die Niederlage gegen Japan im ersten Gruppenspiel zu verkraften. Deshalb schmuggelten sie Schnaps in einem falschen Fernglas und posteten ein Video von ihrer Tat auf Twitter, wo sich der Clip schnell verbreitete.

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Was klingt wie nach einer gelungenen russischen Aktion hatte für die Männer harte Konsequenzen. Ein Mann verlor seine Arbeit bei der staatlichen Airline Avianca. Auch der Rest der Männer bekam ein WM-Stadionverbot und zudem ein dickes Bußgeld aufgelegt.

  • Quelle:
  • Noizz.de