Er präsentiert die zweite Ausgabe seines Magazins BOA.

Bundestrainer Jogi Löw war wahrscheinlich nicht bewusst, dass er mit Jerome Boateng auch den Swag aus Deutschlands Nationalmannschaft geschmissen hat. Denn auch wenn es im Team ein paar Anwärter auf die Nachfolge gibt – allen voran Leroy Sané –: An Coolness übertrifft ihn kein Spieler so schnell.

Das zeigt auch sein Lifestyle-Magazin BOA, in dem von Sneakern über Street Food bis hin zu Rap alles behandelt wird, was das Hypebeast von heute so feiert. Fußball ist auch dank Persönlichkeiten wie Boateng heutzutage längst nicht mehr so hölzern und uncool wie noch vor einem Jahrzehnt (das hatten wir anderswo schon mal angerissen).

Und da zu Coolness auch Feiern gehört, launcht Boateng die zweite Ausgabe seines Magazins am 6. April mit einer Party in der berühmt-berüchtigten Münchner Disko P1. (Was viele Medien pikant finden: Die Veranstaltung startet drei Stunden nach Abpfiff der Partie zwischen Bayern München und Borussia Dortmund.) Ein bisschen wundern wir uns darüber; das P1 gilt nicht als Ausgeburt der Clubkultur, sondern eher als Treffpunkt all jener, die gerne zu den Schönen und Reichen gehören wollen. Kurz: Möchtegerns.

Natürlich war und ist die Disko auch ein Ort von richtigen Schönen und Reichen sowie echten Prominenten – das wollen wir nicht in Abrede stellen. Mit internationalen Club-Institutionen wie dem Berghain hat das P1 allerdings nichts zu tun.

Blingbling, Bussibussi, Boateng? Nun ja. Er holt sich berühmte Verstärkung: Deutschrap-Chartstürmer Capital Bra. Der seit seiner Kollabo mit Dieter Bohlen vielleicht gar nicht so schlecht in jene Disko passt.

>> Jerome Boateng macht jetzt auch Rap

Wie auch immer: Wir übersehen diese zweifelhafte Location-Wahl und lernen daraus, dass selbst der coole Jerome Boateng noch etwas zu lernen hat – zumindest in Sachen Party. Aber Feiern gehörte ja noch nie zur Expertise von Profi-Sportlern, sonst wären sie heute nicht dort, wo sie sind. Profi-Sport ist eher das Gegenteil von Feiern: Zuhause bleiben oder ins Training gehen, wenn andere sich mal wieder die Birne wegknallen.

Das Magazin werden wir uns trotzdem kaufen.

ml

Quelle: Noizz.de