Endlich gibt's beim Super Bowl auch männliche Cheerleader

Luisa Hemmerling

Musik, Kultur, Interviews
Teilen
84
Twittern
Napoleon Jinnies und Quinton Peron bei der amerikanischen Fernsehsendung „Good Morning America“ Foto: Napoleon Jinnies / Instagram

Warum das eigentlich keine News sein sollte ...

Leute, vielleicht wusstet ihr es noch nicht, aber: Die ersten Cheerleader EVER waren Männer. Damals waren es Mitglieder aus dem Team, die sich zusammentaten, um ihre Team-Kollegen anzufeuern. Seitdem wurden Cheerleaderinnen, die diesen Job übernahmen, bis zur Absurdität sexualisiert – was im Großteil der Branche Männer von dieser Sportart ausgeschlossen hat. Doch der diesjährige Super Bowl könnte dazu beitragen, diese Fehlentwicklung zu durchbrechen: Denn es treten erstmals zwei Männer als Cheerleader mit beim Superbowl auf.

>> 560.000 Menschen wollen, dass Spongebob beim Super Bowl auftritt

Quinton Peron und Napoleon Jinnies werden gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen als Cheerleader der „Rams“ auftreten. Und die beiden feiern das (natürlich):

Schon seit März 2018 sind die Jungs Teil der „Rams“-Cheerleader. Nun dürfen sie auch beim Super Bowl mit auftreten.

Dabei sind männliche Cheerleader in der etablierten Form des Wettkampfsports „All Star Cheerleading“ – abseits öffentlicher Schauplätze wie dem Super Bowl oder den NBA-Pausen – überhaupt keine Seltenheit. Es ist so normal, ein männlicher Cheerleader zu sein, dass es gar nicht der Rede wert ist – schließlich treten bei den alljährlichen „Cheerleading Worlds“ in Florida Hunderte sogenannter „Coed“-Teams an, also Teams mit gemischten Geschlechtern. Darüber berichtet niemand – weil es ganz normaler Cheerleader-Alltag ist.

Da es sich bei dem Super Bowl um eine Tanz-basiertere Vorführung handelt, die sich eher mit dem Begriff „Cheerdance“ beschreiben lässt, war die Hürde für Männer hier vermutlich noch etwas höher. Schließlich tragen die Cheerdancer beim Superbowl viel knappere Kleidung, die stark auf den weiblichen Körper abgestimmt ist. Dies erschwert Männern, sich dort einzufügen, obwohl sie genauso gute Cheerleader sein könnten wie ihre weiblichen Kollegen.

Mal sehen: Vielleicht gibt's nächstes Jahr ja schon ein richtig gemischtes Team ...

>> „Papa, ich habe solche Angst!“: Fußball-Star Sala vermisst

Quelle: Noizz.de