Ein Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland zeigt die BBC-Doku „Russia's Hooligan Army”, wie hart die Szene wirklich ist.

Spätestens seit den Vorkommnissen bei der WM 2016 in Frankreich haben wir ein etwas anderes Bild von der russischen Hooligan-Szene. Damals haben aggressive Schläger im Vorfeld des Spiels England gegen Russland in Marseille zwei Fans ins Koma geprügelt.

Das nahm der englische Filmemacher Alex Stockley von Statzer zum Ausgangspunkt für seine BBC-Doku „Russia's Hooligan Army”, die heute Abend im britischen Fernsehen auf BBC2 läuft.

Gemeinsam mit seinem Kamerateam reiste er nach Russland, um die zwei krassesten Hooligan-Gangs zu treffen: die Spartak Gladiators und die Orel Butchers. Letztere waren hauptverantwortlich für das, was in Marseille geschah.

Entstanden ist ein beeindruckender Inside-Hooligans-Bericht, der uns noch mal klar vor Augen führt: Gegen die Jungs ist selbst die britische Hooligan-Szene der 80er Jahre harmlos. Das Schlimmste daran: Für viele russischen junge Männer sind die Gangs Vorbilder.

Für die Hooligans gebe es nur eine Regel: „Nicht töten“ – sagen sie zumindest in der Doku. Das Ganze klingt etwas anders, wenn man Denis, den Anführer der Orel Butchers reden hört: „Manche sammeln Briefmarken (...), wir kämpfen eben auf dem Feld. Ich weiß nicht, was daran schlimm sein soll. Besser, als Alkohol zu trinken oder Drogen zu nehmen.”

Auf „VK”, dem russischen Facebook, fanden die Hooligans es schon mal toll, dass die BBC bei ihnen war. Foto: Orel BUtchers / Screenshot / VK.com

Auf die WM im eigenen Land 2018 freuen sich die russischen Hools allerdings nicht: Sie erklären, dass die Regierung sie alle eh vorher wegsperren würde. Dennoch spricht ihr Anführer von „einem Festival der Gewalt“ – sein Tipp an englische Fans: „Seid unterwegs mit Frauen und Kindern.“

Tja, russische Hooligans sind wohl echte Gentlemen, die Frauen und Kinder nicht schlagen ... Hust.

Quelle: Noizz.de