Danke, lieber Fußball-Gott, die Fußball-freie Zeit ist vorbei.

Das lange Warten hat ein Ende: Die Bundesliga geht wieder los – keine 40 Tage nach dem WM-Finale und knapp eine Woche nach dem Start des DFB-Pokas.

Heute heißt es für die Bundesligisten wieder „Ran an den Ball“. 20.30 Uhr ist Anstoß, erste Partie der Bundesliga-Saison 2018/2019: Bayern München gegen TSG Hoffenheim.

Und wie jede Saison geben wir die Hoffnung nicht auf, dass die ewige Dominanz der Bayern endlich gebrochen wird. Welcher Verein das schafft, ist uns eigentlich egal.

Die Chancen dafür stehen sogar nicht schlecht: Schließlich haben die Bayern-Stars bei der WM nicht brilliert, auch auf dem Transfermarkt haben die Münchner nicht wie üblich mit vollen Händen zugeschlagen. Understatement ist wohl das neue Motto beim deutschen Rekordmeister.

Aber: Wen interessiert das Fußball-Gerede, wenn man null Ahnung hat, kein Fan ist und nur als Freund/Freundin das Sportstudio mit erträgt oder widerwillig das Sky-Abo für die 34 Spieltage mitfinanziert?

Damit alle mehr Spaß am ersten Liga-Spieltag haben, gibt es von uns eine Portion Nerdwissen zum Mitnehmen.

1. Die höchste Niederlage an einem ersten Spieltag hatte tatsächlich der FC Bayern München

Sagenhafte 0:6 verloren die Münchner bei den Offenbacher Kickers in der Saison 1974/75 auswärts. Trainer bei Offenbach war damals übrigens Otto Rehhagel. Der gewann 2004 mit der griechischen Fußball-Nationalmannschaft überraschend die EM.

Aber die Bayern sind nicht alleine. Werder Bremen verlor ebenfalls das Eröffnungsspiel der Bundesliga-Spielzeit 2016/17 in München 6:0.

2. Vier Mannschaften stiegen am Saisonende ab, obwohl sie nach dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze lagen

Die Unglücklichen waren: Hansa Rostock (1991/92), der Karlsruher SC (1997/98), Borussia Mönchengladbach (1998/99) und Arminia Bielefeld (2002/03).

3. 469, 95 Euro müsst ihr hinblättern

So viel kostet es, wenn ihr alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga, der Champions League, Europa League und des DFB-Pokal live auf dem Bildschirm verfolgen wollt.

Das sind etwas mehr als 36 Euro pro Monat. Alle Fußball-Fans können jetzt sagen: „So viel ist das gar nicht“. Alle Hater können sagen: „Dafür könnte ich mehr als 2.000 Flaschen Bier kaufen!“

4. Der FC Bayern ist der älteste Kader der Bundesliga

Im Schnitt sind die Spieler 27,4 Jahre alt. Ob das ein Zeichen ist? Arjen Robben ist 34 Jahre alt, Franck Ribéry 35 Jahre alt. Es folgen die Vereine Schalke 04 mit einem Altersschnitt von 26,2 und Werder Bremen mit 25,9 Jahren.

Die haben allerdings mit Claudio Pizarro den dienstältesten Bundesligisten am Start: Er wird am 3. Oktober 40 Jahre alt und könnte in dieser Saison sogar der zweitälteste Bundesliga-Schütze aller Zeiten werden. Die jüngste Mannschaft in der 1. Liga ist übrigens RB Leipzig mit freshen 23,5 Jahren.

5. Nur zwei Mannschaften konnten bisher drei Mal in Folge Meister werden

Natürlich die Bayern, mehrmals sogar. Und, wer hätte es gedacht: Borussia Mönchengladbach in den Jahren 1975, 75 und 77. Ob sich das nochmal wiederholen lässt?

6. Adidas bezahlt jede Bundesliga-Saison 25 Millionen Euro

Nur damit alle Vereine mit einem Adidas-Fußball kicken. Bis zur Saison 2010/11 entschieden nämlich die jeweiligen Heimvereine selber, mit welchen Ball gespielt wird.

7. Fortuna Düsseldorf hält in dieser Saison auch einen Rekord.

Oder eher gesagt Trainer Friedhelm Funkel. Mit der Fortuna feierte er nicht nur den sechsten Bundesliga-Aufstieg seiner Trainerkarriere (so viele wie kein anderer), sondern ist auch der älteste Coach auf der Trainerbank in dieser Saison.

64 Jahre ist er alt und saß schon bei 459 Spielen mit auf der Bank. Oldie, but goldie!

8. Das sind die drei erfolgreichsten Spieler der Bundesliga auf Social Media

Fest in der Hand des FC Bayern Münchens: Manuel Neuer belegt Platz drei mit 10,3 Millionen Followern auf Insta, auf Facebook 9,2 Millionen Fans und 4,1 Millionen Twitter-Abonnenten. Auf Platz zwei folgt Robert Lewandowski mit gut 13, 5 Millionen Insta-Fans, 9,3 Millionen Likes auf Facebook und 1,1 Millionen Twitter-Followern.

Das wird mit Abstand getoppt vom FC-Bayern-Star James Rodriguez: Er hat fast 40 Millionen Fans auf Insta, fast 33 Millionen Likes auf Facebook und gut 17, 5 Millionen Abonennenten auf Twitter. Ziemlich krass von dem Kolumbianer.

9. Auch bei den Vereinen sind die Bayern die Insta-Könige

Mit 13, 7 Millionen Abonennten. Mit Abstand folgen die Dortmunder mit gut 5,6 Millionen Fans auf Instagram. Der Rest hat das Social-Media-Spiel noch nicht ganz so drauf. Immerhin hat Schalke eine halbe Millionen Abonennten, es folgt Bayer 04 Leverkusen mit knapp 400.000.

Sieger der Herzen mit sehr charmant offenen Insta-Stories und Behind the Scenes ist aber eindeutig die Vfl Borussia Mönchengladbach mit ihren 240.000 Abonnenten.

10. Glaubt man den Sportwetten-Anbietern, wird es wieder Bayern München

Für ein Euro Einsatz bekommt ihr bei allen Anbietern um die 1,10 bis 1,20 Euro raus, falls der FC Bayern München wieder Deutscher Meister wird. Auf Platz zwei und drei folgen mit BVB und RB Leipzig die üblichen Verdächtigen.

Wer mutig ist, tippt auf Fortuna Düsseldorf: für ein Euro Einsatz gibt es bis zu 2001 Euro zurück. Bei Leicester City in der englischen Premier League war das im Meisterschaftsjahr 2016 ähnlich. Ein Brite hat so 250.000 Pfund gewonnen.

11. Die Bundesliga wird unpopulärer

Eine repräsentative Umfrage der Fernsehzeitung Horizont fand zumindest heraus, dass 42 Prozent der Bundesbürger sich gar nicht mehr für die Bundesliga interessieren, weitere 34 Prozent nur wenig und stark interessiert sind, sogar nur noch 14 und sehr stark mickrige 10 Prozent. Vor einigen Jahren sah das noch ganz anders aus. Ob die fallende Popularität etwas mit der Diskussion um Korruption und Kommerzialisierung im Profifußball zu tun hat?

Mit diesem Fachwissen ausgerüstet kann jedenfalls nichts mehr schief gehen. Zum Abschluss haben wir noch ein ziemlich unterhaltsames Video der Kollegen von „Wumms“ für Euch. Vielleicht findet sich der ein oder andere wieder:

Quelle: Noizz.de