Ein Grund mehr die Serie und ihre Mitwirkenden zu lieben.

Sexszenen sind für Schauspieler immer eine heikle Sache – im schlimmsten Fall hat man den Szenenpartner erst vor wenigen Minuten kennengelernt und wer zieht schon gerne blank vor einem Team aus mehr oder weniger Fremden und wird dabei auch noch gefilmt? Nach dem Lesen des Drehbuchs (und des Titels alleine) müssen die Darsteller der beliebten Netflix-Serie "Sex Education" zwar bereits vor Drehbeginn gewusst haben, was auf sie zukommt, einfacher hat es die intimen Szenen für Emma Mackey, Asa Butterfield und Co. aber sicher nicht gemacht. Besonders wenn man bedenkt, dass die meisten von ihnen gerade einmal Anfang 20 sind.

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Die #MeToo-Skandale haben die Show-Industrie sensibler gemacht für eine respektvolle Atmosphäre am Set und die persönlichen Grenzen der Schauspieler. Auch "Sex Education"-Autorin Laurie Nunn und Regisseur Ben Taylor wollten ihr Projekt bedacht angehen und mit einem "Direktor für Intimität" sichergehen, dass sich der Cast beim Filmen der expliziten Szenen wohlfühlt. Das verrieten die beiden in einem Interview mit "LADbible".

Der "Sex Education"-Cast bei der Weltpremiere der zweiten Staffel in London

Eine Firma für Intimität am Set

Die Suche nach einem solchen Direktor gestaltete sich sogar leichter als gedacht: "Nach ein paar Nachforschungen fanden wir eine Frau namens Ita O'Brien, die zu uns kam. Wir erzählten ihr, was wir machen und wie wir es angehen wollen, und die Art der Fürsorgepflicht für eine in erster Linie sehr jungen Besetzung – und dass es einige recht schwierige und spezifische Szenen gibt", so Regisseur Ben Taylor.

Ita O'Brien hat eine Firma namens "Intimacy on Set", die "Dienstleistungen für Fernsehen, Film und Theater anbietet, wenn es um Intimität, sexuelle Inhalte und Nacktheit geht". Taylor zeigte sich in dem Interview begeistert von O'Brien: "Sie hat es so erklärt: Für eine Kampfszene in einer Show gibt es einen Kampfkoordinator und für eine Tanzszene in einer Show gibt es einen Choreographen – warum gehen wir nicht so auch an Intimitätsszenen heran?"

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Seitdem O'Brien für die erste Staffel von "Sex Education" angestellt wurde, kann sich die Expertin vor Aufträgen gar nicht mehr retten, hat sogar weitere "Intimitätsleiter" ausbilden müssen, um der Anfrage gerecht zu werden. Selbst für den Dreh der zweiten Staffel "Sex Education" konnte O'Brien nicht mehr jeden Termin wahrnehmen. Ein "Intimacy on Set"-Mitarbeiter musste an einigen Tagen aushelfen.

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Der Regisseur schwärmt über O'Brien und ihr Team: "Sie sind da, um dir dabei zu helfen, es wirklich gut und sicher zu machen, und sie kümmern sich um die Besetzung und die Crew vor, während und nach diesen Szenen und nehmen dir hoffentlich etwas von der Angst und Besorgnis, die beim Drehen von Sexszenen aufkommen können."

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Wie die Szenen letztendlich geworden sind, kann in der zweite Staffel mitverfolgt werden. Die ist bereits auf Netflix verfügbar.

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Quelle: Noizz.de