Die Wartezeit von 20 Monaten hat sich verdammt nochmal gelohnt. (SPOILER)

Mein Zimmer ist mit amerikanischen Flaggen dekoriert, eine Tüte Popcorn ist in meiner linken Hand, in meiner rechten eine Coca Cola in einem roten Plastikbecher. Auf diesen Tag habe ich so lange gewartet. Fast zwei Jahre sogar. Jetzt ist es endlich soweit, es ist der amerikanische Nationalfeiertag oder wie ich den 4. Juli ab jetzt nennen werde: "Stranger Things"-Tag. Die dritte Staffel des Netflix-Hits ist am Donnerstag erschienen und überall auf der Welt flossen Freudentränen, als auf dem Bildschirm wieder der ikonische rote Schriftzug auftauchte. Schon das Intro der Serie ist episch.

Am Erscheinungstag habe ich mir gleich die ersten drei von acht Folgen und damit rund drei Stunde "Stranger Things" reingezogen – schon jetzt weiß ich: Das ist die beste Staffel überhaupt!

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Meistens ist es ja so: Je länger man auf etwas warten muss, desto höher sind die Erwartungen und desto eher wird man enttäuscht. Nicht so bei dieser Staffel. Die altbekannten Visuals der 80s wurde auf Hochglanz poliert und lösen erneut den Wunsch aus, in der knallbunten Neonwelt der achtziger Jahre zu leben. Föhnfrisuren, Neonlichter und hochgeschnittene Aerobikbodys – ein Ästhetik-Boner ist dir bei dieser Show garantiert.

Abgerundet wird das Setting mit den besten Songs, die das Jahrzehnt so hergegeben hat. In diesem Kontext wirkt sogar "Material Girl" von Madonna wieder wie der geilste Song auf dem Planeten Erde. Selbst wer nicht in den 80s großgeworden ist, wird sich dabei ertappen, wie er alle Songs manchmal leise und manchmal laut mitsingt.

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Doch nun zum Inhalt. In der zweiten Staffel war Billy Hargrove noch der Bad Boy, der zwar ab und zu für Ärger gesorgt hat, doch nicht wirklich relevant für die Storyline war. In den neuen Episoden wird der Bademeister mit dem verwirrend hotten Vokuhila überraschend zum Dreh- und Angelpunkt der Show. Er füllt quasi die Lücke, die Will Byers nach seinem "Exorzismus" hinterlassen hat. Schauspieler Dacre Montgomery wird dieser zentralen Rolle auch absolut gerecht und zeigt, dass er mehr auf dem Kasten hat, als man in Staffel zwei ahnen konnte.

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Billys Schwester Max, sowie Eleven, Mike, Luke und Co. haben in den Sommerferien im Jahr 1985 ihre eigenen Probleme. Sie sind mittlerweile Teenager und haben ihre ersten Beziehung. Während gerade Mike und Lucas nur noch an Mädchen denken können, bleibt Will irgendwie links liegen und man ertappt sich immer wieder dabei, wie man jedes Mal ein betroffenes "Awww" seufzt, wenn der traumatisierte Schüler mal wieder von den anderen vernachlässigt wird – oder auch wenn man aus Versehen selbst mal vergisst, dass die Figur überhaupt noch existiert.

Will, Mike und Lucas in "Stranger Things"

In der dritten Staffel halten auch die Russen endlich Einzug ins Geschehen. Zu Hochzeiten des Kalten Krieges macht sich auch die Sowjetunion in der Kleinstadt Hawkins breit und sorgt für eine ganz neue Relevanz der Kräfte, die die Welt und Wesen in The Upside Down versprechen.

Meine Befürchtung, die Story mit der zweiten Dimension hätte sich nach den ersten beiden Seasons auserzählt, hat sich daher nicht bewahrheitet. Stattdessen haben die Duffer-Brüder so viele neue Dynamiken und Plots geschaffen, dass man schon fast das Gefühl hat, eine ganz neue Serie (mit altbekannten Gesichtern) zu sehen.

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  • Quelle:
  • Noizz.de