Dem Streamingdienst scheint der Begriff nicht mehr zu gefallen.

Netflix und Serien bingen – das gehört einfach zusammen. Im Grunde hat der Streamingdienst das stundenlange Wegdriften in eine fiktive Serienwelt erst gesellschaftlich akzeptabel gemacht. Doch jetzt scheint Netflix gar nicht mehr glücklich damit zu sein – und weist Schauspieler aus Netflix-Serien dazu an, auf Promo-Terminen den Begriff „binge watching“ komplett zu meiden. Das berichtete Schauspieler Guy Pearce („Memento“) nun in einem Interview mit „Empire“.

Pierce ist im Moment in der Netflix-Serie „The Innocents“ zu sehen. Auf die Frage, ob die Zuschauer die Serie bingen würden, sagte er: „Das machen die Leute, aber ich glaube, Netflix mag den Begriff ‚binge‘ nicht. Als wir die Promo für die Serie in den USA gemacht haben, wurden wir im Vorfeld darauf hingewiesen, nicht über binge watching zu sprechen.“

Aber was hat Netflix auf einmal gegen Serien bingen? Wahrscheinlich ist es gar nicht das Bingen selbst, womit Netflix ein Problem hat, sondern der Begriff. Denn bevor wir Serien in ein oder zwei Sitzungen an nur einem Wochenende durchgeballert haben, wurde „to binge“ im Englischen vor allem in Bezug auf Besäufnisse und Trinkgelage verwendet. Diese negative Assoziation will Netflix mit seinen Serien wohl lieber vermeiden.

Ob das auch klappt, Jahre, nachdem sich der Begriff bei Serien-Fans fest etabliert hat, ist mehr als fraglich. Und bis auf Netflix scheint sich auch niemand daran zu stören – denn wirklich unpassend ist das Wort für einen stundenlangen Serien-Marathon ja auch nicht.

Quelle: Noizz.de