Neeeeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiin.

Ganz ehrlich: Was wäre ein verregneter Sonntag bitte ohne Netflix? Wie viele wundervolle Serien wir schon verpasst oder nie entdeckt hätten! Siehe etwa den neuesten Hit der Streamingplattform „Sex Education“. Dass die Streamingplattform immer beliebter wird, vor allem dank der hochklassigen Eigenproduktionen, ist den Machern längst bewusst.

Da wundert es nicht, dass die Abopreise nun steigen. In den USA und Lateinamerika wurde bis zu 18 Prozent aufgeschlagen. In Deutschland befindet sich ein neues Preismodell gerade in der Testphase. Wer Pech hat, muss anscheinend bei der Buchung eines neuen Paketes bis zu 17,99 Euro statt wie bisher 13,99 Euro in der Premiumvariante bezahlen.

Richtig doof dabei: Es ist purer Zufall, ob ihr eine teure oder günstige Abovariante angeboten kommt. Die Preisspanne variiert sogar, manchmal kostet das Premiumpaket wie gewohnt 13,99 Euro, manchmal 15,99 Euro oder aber im teuersten Fall 17,99 Euro. Der Test für Osterreich, Deutschland und der Schweiz startete ohne Ankündigung des Unternehmens.

Dem Onlinemagazin „Techbook“ versicherte Netflix allerdings, dass die realen Preise, also die von deinem Konto abgezogen werden, nicht steigen. Die Angaben dienen lediglich dazu, zu sehen wie viel die Kunden bereit wären, auszugeben. Also Schmerzgrenze austesten. Auch der kostenlose Gratismonat bliebe erhalten.

In den USA hingegen gelten die neuen Preise ab sofort für alle Neukunden. Aber auch Bestandskunden bleiben nicht verschont: Innerhalb der kommenden drei Monate soll auch ihr Preis angepasst werden. Wenn es in Deutschland auch soweit kommt, legen wir uns vielleicht doch das Sky-All-Inclusive-Paket zu?

Seit seinem Start vor zwölf Jahren, hat Netflix bisher vier Mal die Preisoptionen verändert, die bis dato letzte kam im Oktober 2017. Für uns Kunden ist die Preiserhöhung richtig doof, die Börse freut sich. Logisch sorgen die höheren Preise ja für höhere Einnahmen und kaum einer will wohl auf sein heiß geliebtes Abo verzichten. Die Aktie kletterte zum Handelsbeginn am gestrigen Tag um stolze sechs Prozent und hat einen Wert von 335 Dollar.

>> Auch interessant: Bei diesen Netflix-Filmen kannst du die Handlung mit endscheiden

Netflix möchte das zusätzliche Geld nutzen, um mehr eigene Inhalte zu produzieren – und sich so auch gegen die Konkurrenz gut aufzustellen. So hat etwa der US-Sender NBC angekündigt, 2020 einen kostenlosen, werbefinanzierten Streamingdienst anzubieten. Mit „Freedive“ ist in den USA vor einiger Zeit ein vergleichbares Angebot der Internet Movie Database gestartet, die zum Amazon-Konzern gehört.

Harte Zeiten für Netflix-Fans – aber es bleibt ein Trost: Wenn du dir den Account mit anderen teilst, fällt dir die Preiserhöhung vielleicht nicht ganz so krass auf. 

Quelle: Noizz.de