Davon geht Drehbuchschreiber und Schauspieler David Scheller aus.

Die Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ prämierte am 7. Dezember mit einem Knall in die Serien-Landschaft. Nach „Dark“ war das Clan-Drama die zweite deutsche Eigenproduktion für den Streaming-Riesen – und in ganzen 190 Ländern zu sehen.

„Dogs of Berlin“ spaltete von Anfang an die Gemüter. Die einen verteufelten die stereotypen Charaktere und Storylines. Die anderen liebten die rasanten Action-Szenen und die dramatischen Plots um die zwei Kriminalpolizisten, die den Mord eines deutsch-türkischen Nationalspielers aufdecken sollen.

>> 20 Dinge, die mich an „Dogs of Berlin“ leider wirklich nerven

>> Fahri Yardims „Dogs of Berlin“-Rolle ist das Beste, was der Serie passieren konnte

Jetzt meldete sich allerdings jemand zu Wort, der möglicherweise noch viel dichter dran an der Geschichte ist – als alle kritischen Zuschauer. Schauspieler David Scheller. Laut der „Bild“ behauptet der „Die Kaminskis“-Darsteller, dass „Dogs of Berlin“ in Teilen aus seinem eigenen Drehbuch mit ähnlicher Storyline stammen könnte.

Schauspieler David Scheller bei einem Fototermin zu „Diese Kaminsikis“ 2014 Foto: dpa

Scheller will bereits 2004 die Idee zu einem Drehbuch gehabt haben, in dem zwei charakterlich sehr unterschiedliche Polizisten in Berlin einen Terroranschlag aufklären. Im Jahr 2012 will er dann „Dogs of Berlin“-Autor und Regisseur Christian Alvart von seiner Idee erzählt haben. 2016 reicht er seine Idee dann bei Netflix ein. Der einzige Unterschied in der Storyline zu „Dogs of Berlin“: Die Beamten klären keinen Fußballermord, sondern einen Terroranschlag auf. Um Neonazis und ein kurdischer Clan geht es aber auch in seinem Projekt.

Im Juni 2016 dann die Absage von Netflix an Scheller. Man habe kein Interesse an der Geschichte, weil etwas Ähnliches in Arbeit sei. Laut der „Bild“ vermutete Scheller, dass Alvart seine Idee 2012 aufgeschnappt und möglicherweise für „Dogs of Berlin“ hat.

Bleibt die Frage: Wer hatte die Idee nachweislich zuerst?

Alvarts Anwalt sagt gegenüber der „Bild“, sein Mandant habe das Projekt schon 2009 begonnen. Dazu gäbe es eine umfangreiche Dokumentation. Es habe auch schon beim NDR vorgelegen, der sich letztendlich entschied, es nicht zu machen: „Richtig ist, Herr Alvart kennt Herrn Scheller, der in einer Nebenrolle bei einen „Tatort“ im Jahr 2012 besetzt war. Diese angebliche Drehbuchidee hat er nie gesehen. Dass in einem Krimi zwei Polizisten mit unterschiedlichen Charakteren auftreten, ist nicht ungewöhnlich, sondern geradezu typisch.“

Quelle: Noizz.de