Netflix einigt sich mit Satanisten – und entgeht 50-Millionen-Dollar-Klage

Silvia Silko

Pop, Kultur, Lifestyle
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Da schaut die Ziege ganz versteinert. Foto: Chilling Adventures Of Sabrina / Netflix

Der Streit um die Ziegen-Statue ist geklärt.

Das Netflix-Remake „The Chilling Adventures Of Sabrina“ war in vielerlei Hinsicht ein Schocker: Neben der Tatsache, dass die Neuauflage weit gruseliger ist, als die unbeschwerte 90ies Serie, waren vor allem echte Satanisten über die Show verärgert. Der Vorwurf vom amerikanischen Satanisten-Anführer Lucien Greaves (der eigentlich weniger teuflisch Dougklas Misicko heißt): Plagiat.

>> Satanisten-Kirche will Netflix wegen „Sabrina“-Remake verklagen

Und zwar soll die Baphomet-Statue (der Mann mit Ziegenkopf und Engelsflügeln), der Sabrina ewige Treue schwört, eins zu eins kopiert worden sein – das Vorbild stammt aus Greaves Sekte "The Satanic Temple".

Via Twitter hat Greaves rechtliche Schritte angekündigt – und durchgezogen. Netflix musste letztendlich auch einsehen, dass hier offensichtlich nicht ganz so originell von den Requisiteuren gearbeitet worden ist. So ist nicht nur die Figur des Baphomet abkopiert, sondern auch ganz Szenen. Greaves hat da Beweise zur Hand:

Greaves hatte gefordert, dass Netflix die Statue aus der Serie nehmen muss und wollte eine Zahlung von stolzen 50 Millionen Dollar rechtlich erwirken. Nun wurde sich außerhalb des Gerichtssaals geeinigt. Wieviel jedoch gezahlt wurde, weiß man nicht. Fest steht: Greaves und seine Sekte werden im Abspann als Urheber genannt und eine gewisse Summe an Geld wird wohl geflossen sein.

Greaves ist in Amerika bekannt als Verfechter seiner satanischen Sekte. Er hat mehrere Schriften dazu veröffentlicht und gibt Seminare. Auch im Fernsehen war er häufiger zum Thema zu sehen. Er nimmt den Glauben an Satan sehr ernst und sah in dem Sabrina-Remake den Glauben populistisch in den Dreck gezogen.

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Quelle: Noizz.de

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