Basketballer Michael Jordan hat einfach Legendenstatus. Die neue Doku-Reihe „The Last Dance“ gibt Einblick in das Leben des NBA-Stars – und erklärt unter anderem, warum Jordan und Pippen vielleicht doch kein Dreamteam waren ...

Michael Jordan hat nicht nur in den Staaten einen absoluten Legendenstatus – auch hierzulande wird der 57-jährige Profisportler verehrt. Die neue Doku „The Last Dance“ wirft ein ziemlich detaillierten Blick auf das Leben der Basketballers und nimmt sich ganz besonders die letzte Saison von Michael Jordan bei den Chicago Bulls vor. Schon die ersten beiden Teile haben dem US-Sender ESPN einen Rekord beschert. Nach Senderangaben vom Montag haben sich im Schnitt 6,1 Millionen Menschen die beiden ersten Folgen von "The Last Dance" angeschaut. Damit hat die Doku mehr Zuschauer als jede andere in der Geschichte des Senders! ESPN zeigt in den kommenden Wochen jeden Sonntag zwei Folgen. In Deutschland ist die Produktion auf Netflix zu sehen.

Wir haben 5 erstaunliche Fakten über Michael Jordan für euch zusammengetragen, die wir aus den ersten beiden Folgen der Serie mitgenommen haben:

#1 Göttliches Spiel

Nachdem der Sportler 1984 den größten Teil seiner zweiten Saison bei den Bulls wegen eines gebrochenen Fußes verpasst hatte, kehrte er rechtzeitig für die Playoffs wieder zurück. Die Bulls mussten sich damals den Boston Celtics um den etablierten NBA-Superstar Larry Bird stellen – und verloren. Doch Jordan stellte im zweiten Spiel dieser Serie den nach wie vor gültigen NBA-Playoff-Punkte-Rekord von 63 Punkten auf! "Das war nicht Michael Jordan da draußen", sagte Celtics-Spieler Larry Bird später dazu. "Das war Gott, verkleidet als Michael Jordan."

#2 Mama ist die Beste!

In einem Brief, den Jordan an seine Mutter Deloris schrieb, während er 1982 an der Universität von North Carolina sein Basketball-Stipendium absolvierte, bat Jordan seine Mam um finanzielle Unterstützung: Offenbar sah es nicht immer so rosig in Jordans Finanzwelt aus, wie man das aktuell annehmen darf. Darin gibt Jordan seine Kontonummer an und bittet um Bargeld. "Ich habe nur 20 Dollar auf dem Konto ... P.S. Entschuldige die Telefonrechnung. Bitte schick mir auch einige Briefmarken."

Michael Jordan und Scottie Pippen

#3 Dreamteam Pippen & Jordan

Der frühere Bulls-Magager Jerry Krause erhält zu Recht Anerkennung für seinen Scoutingscharfsinn, hat er doch die großen Talente für die Chicago Bulls an Land gezogen. Unter Anderem den Bulls-Star Scottie Pippen, der gemeinsam mit Michael Jordan zu Höchstform auflief – und mit dem er zu einem unschlagbaren Duo wurde. Doch die Doku zeigt, dass auch ein anderer Basketballfan schon in der Uni-Liga ein Auge auf Jordans Wingman geworfen hat: Der zukünftige Präsident Bill Clinton! "Ich ging hinunter und sah Pippen spielen, und ich wusste, der ist wirklich gut", sagt Clinton in der zweiten Episode der Serie. "Als ich ihn das erste Mal traf, konnte er kaum drei Worte aneinanderreihen, so schüchtern war er." In den letzten Minuten der zweiten Folge deutet sich aber auch ein bisher unbekannter Streit zwischen den beiden Teamkollegen Pippen und Jordan an: "Ich hatte das Gefühl, dass Scottie egoistisch war", sagte Jordan über eine OP, die Pippen damals für längere Zeit außer Gefecht setzte.

#4 Besserwisser

Michael Jordan kann auch ein echter Klugscheißer sein. Er reißt gerne mal Witze auf Kosten von Spielern, die noch nie gewonnen haben – und macht auch vor Trainern keinen Halt: So sieht man beispielsweise in einer Szene, wie er gegenüber Basketball-Trainers Phil Jackson nach einer Rede eine übertriebene Faustbewegung vortäuscht. Jackson scheint, nun ja, wenig amüsiert.

#5 Rassismus

Jordan spricht in der Dokumentation auch über die Rolle des Rassismus in seinem Leben, seiner Kindheit und seiner Karriere – und zwar so deutlich wie nie: "Damals gab es Rassismus in ganz North Carolina, in den ganzen Vereinigten Staaten, und es gab eine Menge davon", sagte er über seine Kindheit. "Als Kind dachte ich, okay, das ist der Ort, an dem ich nicht sein will. Ich will mich außerhalb davon auszeichnen. Meine Motivation war also, jemand außerhalb von Wilmington zu sein. Für mich wurde daraus Leichtathletik."

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Quelle: Noizz.de