Vielleicht würden dann wieder mehr junge Leute einschalten ...

Die ARD hatte die Idee als erstes: Kooperationen mit Pay-TV-Sendern. Zusammen mit „Sky“ hat der Sender die Krimiserie „Babylon Berlin“ produziert (NOIZZ berichtete). Mit 38 Millionen Euro Kosten ist sie die teuerste deutsche Serie überhaupt. Nun hat auch der ZDF-Intendant Thomas Bellut gesagt, offen für eine Zusammenarbeit mit Streamingdiensten zu sein.

Bisher hat das ZDF in dem Bereich wenig zu bieten. Der Sender hat die Gangster-Serie „4 Blocks“ von TNT Serie für ZDFNeo eingekauft und kooperiert beim Kinderprogramm mit Netflix. Jetzt kann es sein, dass es in Zukunft auch beim ZDF Produktionen a la „Babylon Berlin“ geben könnte.

[Mehr dazu: Mit „4 Blocks“ kriegen wir endlich eine TV-Serie über Araber-Clans in Neukölln]

Die Vorteile der Zusammenarbeit? Für ARD/ZDF sind das vor allem neue Finanzierungsmodelle. Diese sind für die Sender wichtig: Auf die Forderung der Länder hin haben sie Sparziele vorlegen müssen. So will das ZDF von 2021 bis 2028 270 Millionen Euro weniger ausgeben.

Trotzdem hat ZDF-Intendant Thomas Bellut die Unterschiede zwischen ARD/ZDF und Streaminganbietern betont. „Ein Beitragszahler bekommt alle Angebote der ZDF-Gruppe für 4,36 Euro im Monat. Allein Netflix kostet etwa das Doppelte, zielt vor allem auf die Jüngeren.“ Das ZDF mache dagegen ein Angebot für die ganze Gesellschaft. Der Rundfunkbeitrag liegt bei 17,50 Euro pro Haushalt im Monat.

[Text: dpa]

Quelle: Noizz.de