Der Leipziger Darknet-Unternehmer sitzt derweil noch seine Strafe ab.

Maximilian S. war 20 Jahre alt, als er zu sieben Jahren Haft nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde. Sein Vergehen: Er wickelte aus seinem Kinderzimmer heraus Drogengeschäfte in der ganzen Welt ab, übers Darknet, in Millionenhöhe.

Stoff für eine Serie à la „Breaking Bad“? Bingo! Das dachte sich jetzt auch die Produktionsfirma BTF aus Köln.

Die Dreharbeiten zu der Netflix-Serie aus Deutschland haben bereits begonnen

„Don't Try This at Home“ soll die deutsche Produktion heißen. Der Plot: Ein Schüler versucht, seine Flamme zurückzuerobern, indem er mit seinem besten Kumpel Europas größtes Online-Drogen-Business aufbaut.

[Auch interssant: Künstler will Denkmal für Dealer in Berlin bauen]

Im Falle des Kinderzimmer-Dealers aus Leipzig ist zwar keine Flamme im Spiel, die das Drogen-Business anheizt. Ansonsten dürfte Maximiliam aber sehr wohl die Vorlage für die außergewöhnliche Storyline gewesen sein. Auch, wenn die Kölner Produktionsfirma sich das so nicht ganz auf die Fahne schreiben lassen will: „Alle Figuren, Orte und Handlungen wurden eigens für die Serie erdacht. Obwohl die Geschichte natürlich von wahren Ereignissen inspiriert ist“, heißt es gegenüber der „Bild“.

Crystal, Kokain, Speed, Ecstasy, Haschisch, LSD, Marihuana, Medikamente:

Maximilian vertickte so ziemlich alles. Zwischen Dezember 2013 und Februar 2015 etablierte sich der Schüler unter dem Namen „Shiny Flakes“ (zu Deutsch: glänzende Flocken) im Online-Drogen-Business. Die Polizei fand bei dem „Selfmademan“ 320 Kilogramm Rauschgift, Gegenstände zur Portionierung und 48.000 Euro in bar. Lief. Maximilian ließ sich in Bitcoint bezahlen. Insgesamt soll er um die vier Millionen Euro Erlöse gemacht haben.

[Auch interessant: Nachwuchs-Dealer prahlt mit Drogen – und wird erwischt]

Sollten sich die Macher von „Don’t Try This at Home“ für die Hauptrolle nah am echten Dealer orientiert haben, wissen wir übrigens schon jetzt, was sich grob im Kinderzimmer abgespielt hat:

Maximilians Anwalt ließ in seiner Verteidigung verlauten: „Für meinen Mandanten war es schlichtweg egal, ob er Drogen verkauft hätte oder Schuhe.“ Der damals 20-Jährige scheint mit seinem Drogen-Business vor allem eines verfolgt zu haben: Schneller und besser zu sein als seine Konkurrenz. Tägliches Arbeitspensum: 16 Stunden. „Am Ende gab es keinen Tagesablauf mehr. Es waren mal zwei Stunden Schlaf hier, mal zwei Stunden Schlaf da“, erklärte er selbst.

Wie diese Work-a-holic-Einstellung in der Serie zur Eroberung seiner Flamme passt, werden wir dann wohl erst auf der Mattscheibe sehen. Wann „Don't Try This at Home“ auf Netflix erscheint, steht bisher noch nicht fest.

Quelle: Noizz.de