"Everything Sucks" feiert das prä-digitale Coming-of-Age.

Das Jahr 1996. Die Alanis Morrisette-CD läuft im tragbaren Discman auf und ab, in London hat sich gerade diese neue Band Coldplay gegründet und in Schottland wird mit Dolly das erste Klonschaf der Welt geboren.

Computer gibt es nur als graue Kästen in Spezialräumen in der Schule und wenn man seine politische Haltung öffentlich posten wollte, muss man sich einen Aufnäher auf den Schulranzen bügeln. Na, auch schon nostalgisch geworden?

Dann ist die neue Netflix-Serie "Everything Sucks" genau das richtige für dich! Nach dem Erfolg von "Stranger Things" im Achtziger-Setting sind jetzt die Neunziger an der Reihe.

Auf den ersten Blick scheint die Geschichte wie die typische Coming-of-Age Dramedy: Die drei Freunde Luke O'Neil McQuaid und Tyler starten gerade ihr erstes Jahr an der Boring Highschool (Fun Fact: die Stadt Boring gibt es tatsächlich, sie liegt im Bundesstaat Oregon!). Wie bei Stranger Things sind sie natürlich totale Nerds, die im A/V-Club sind und sich in ihrer Freizeit mit Computern beschäftigen.

Als Luke sich in Kate, die Tochter des Direktors, verliebt und sie sogar mit ihm eine Beziehung eingeht, wird die Story interessant: Kate hinterfragt nämlich ihre eigene Sexualität und versucht durch die Beziehung mit Luke die Gerüchte um ihre mögliche Homosexualität zu ersticken. Und das alles im Neunzigerjahre-Look – wir sind dabei!

Quelle: Noizz.de