Sich zu outen, ist oftmals nicht einfach. Aber es ist immer ein Grund zum Feiern! Hier findest du eine Liste der 11 besten LGBTQ-Szenen in Filmen und Serien.

In unserer heteronormativen Welt ist es nicht immer einfach, sich zu outen. Meist ist es auch kein einmaliger Akt: Man outet sich vor Familienmitgliedern, vor alten und neuen Freund*innen, vor Bekannt*innen und Arbeitskolleg*innen. Je nachdem, wie die sozialen und die persönlichen Umstände aussehen, kann das sehr viel Kraft kosten – und manchmal sogar ein Risiko bergen.

Trotz alle dem ist die eigene Sexualität und/oder Geschlechtsidentität wahrhaftig ein Grund zum Feiern. Denn jedes Outing ist eine Selbstbestimmung und eine Selbstbestätigung.

Genau darum geht es beim Coming-out-Tag am 11. Oktober. Er soll Leute dazu inspirieren, ihre Identität offen auszusprechen – komme was wolle. Dabei muss man leider zur Kenntnis nehmen, wie Ernst die Lage für queere Menschen immer noch ist. Im Vergleich zu früher geht es der LGBTQ-Community zwar so gut wie nie zuvor; mehr und mehr Länder schaffen diskriminierende Gesetze ab und kümmern sich um den Schutz von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und trans* Menschen ein.

Aber es gibt noch viel zu tun. Gerade Polen, ein Land, in dem LGBTQ-Identitäten wieder kriminalisiert werden, zeigt uns, wofür wir noch kämpfen müssen.

Aus Anlass des Coming-out-Tags haben wir für euch eine Liste der besten Outing-Szenen in Filmen und Serien zusammengestellt. Von Lachen zu Weinen, Wut zu Trauer, jedes Outing ist anders und verdient es, auf der Leinwand erzählt zu werden.

Und wie immer, wenn es um Film- und Serien-Szenen geht, gilt: Achtung: Spoiler!

1. Eric in "Sex Education"

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Als schwuler Junge mit gutem Modegeschmack hat Eric es in der Schule und in seinem Ort nicht immer leicht. Sein Vater macht sich Sorgen um seine Sicherheit und bittet ihn, weniger mit seinen Klamotten und seinem Aussehen aufzufallen. Aber Eric zeigt seinem Vater, was es bedeutet, "furchtlos" zu sein. "Das bin ich", bestätigt Eric. "Ist es nicht besser, so zu sein, wie ich wirklich bin?"

2. "Brooklyn 99"

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Clever. Cool. Badass. Abgesehen von diesen drei Attributen ist Rosa Diaz eher ein Mysterium; sie trägt ihr Herz nicht gerade auf der Zunge. Nachdem Mitarbeiter Charles aber von ihrer Beziehung mit einer Frau erfährt, beschließt sie, offen und ehrlich mit ihren Polizei-Kollegen und Freunden zu sein. "Ich bin bisexuell", bestätigt sie. "Ihr dürft mir genau eine Minute Fragen dazu stellen."

3. David in "Schitt's Creek"

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Mithilfe einer Wein-Metapher erklärt David der Motel-Mitarbeiterin Stevie seine Pansexualität. Dass Schöne und Erfrischende an "Schitt's Creek" ist, dass es eine Welt vorgibt, in der Homophobie nicht existiert und man als queerer Mensch genauso akzeptiert wird wie heterosexuelle Menschen. Noch schöner: Seitdem die Folge ausgestrahlt wurde, haben andere pansexuelle Männer* und Frauen* die gleiche Metapher benutzt, um sich auch zu outen, erzählt David-Darsteller Daniel Levy im Finale "Best Wishes, Warmest Regards".

4. Patrick in "Schitt's Creek"

Wenn wir schon bei "Schitt's Creek" sind, müssen wir natürlich auch Patrick erwähnen. Durch seine Beziehung mit David fängt Patrick an, sich immer mehr als schwuler Mann wohl zu fühlen. Dabei traut er sich zunächst nicht, seinen Eltern von der Beziehung zu erzählen. Als er es dann doch tut, vergewissern sie ihn beide, dass er "das Wichtigste auf der ganzen Welt" für sie sei, egal was.

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5. Liz Taylor in "American Horror Story: Hotel"

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Als die Vampirin Elizabeth plötzlich im Hotelzimmer von Nick Pryor auftaucht, schämt der verheiratete Mann sich dafür, beim Tragen der Klamotten seiner Frau entdeckt zu werden. Elizabeth spricht Nick aber Mut zu, seine wahre Identität als Frau* zu akzeptieren. Nach einem Make-over verleiht die Vampirin Nick einen neuen Namen: Liz Taylor. Während einer Konfrontation mit zwei schwulenfeindlichen Bekannten lernt Liz, zu sich zu stehen und wird zu einem weiblichen Boss.

6. Simon von "Love, Simon"

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In diesem Film gibt es mehrere Outing-Szenen, aber besonders eine sticht hervor: Simon sitzt mit Abby im Auto und sagt ihr, er sei schwul. Zum einen entscheidet Simon hier selbst, wie und wann er sich jemandem gegenüber outet. Zum anderen reagiert Abby genau so, wie man es sich von einer guten Freundin wünscht: Sie lächelt und sagt Simon, dass sie ihn lieb habe.

7. Todd aus "Bojack Horseman"

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Dass es in einer animierten Serie, in der es um ein ehemaliges Sitcom-Star-Pferd geht, hin und wieder auch ernsthafte Momente gibt, würde man zuerst nicht meinen. Doch während eines Gespräch zwischen Bojack und seinem Mitbewohner Todd zeigt die Sendung, dass sie mit viel Herz gemacht ist. Todd erzählt Bojack, dass er asexuell sei. Der Ex-Promi freut sich für ihn – und kann es natürlich nicht sein lassen, direkt ein paar gutgemeinte Witze zu reißen.

8. Mac in "It's Always Sunny in Philadelphia"

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Nach elf Staffeln voller Gags und Anspielungen über Macs Sexualität outed sich der "Paddy's Pub"-Bartender seinen Freund*innen gegenüber als schwul. Am Ende der 13. Staffel sagt er es auch seinem Vater – in Form einer für die Serie untypischen und bewegenden Tanz-Choreographie. Dass sein Vater seine Sexualität missbilligt, ist dabei egal. Wie der Titel der Folge aussagt: "Mac hat seine Stolz gefunden."

9. Elio in "Call Me By Your Name"

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Mit wenigen Worten ist hier viel gesagt. In einem norditalienischen Dorf in den 1980ern versucht der 17-jährige Elio dem Studierenden Oliver seine Verwirrung über seine Sexualität und seine Gefühle kund zu tun. Es ist eine ergreifende Szene, in der beide Männer sich des kulturellen und zeitlichen Kontextes bewusst sind, aber dennoch die Grenzen der damaligen sexuellen Normen sprengen. Elio drückt indirekt sein Verlangen nach Oliver aus, dieser erwidert im mit Zuneigung, behauptet jedoch, dass sie nicht über "solche Dinge" sprechen dürfen.

10. Robin in "Stranger Things"

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Eine der Highlights der dritten Staffel von "Stranger Things" ist die heranwachsende Freundschaft zwischen Steve und seiner Mitarbeiterin in der Eisdiele, Robin. Nachdem Steve ihr sagt, dass er Gefühle für sie entwickelt hat, beichtet Robin, dass sie früher während der Schulzeit in ein Mädchen verknallt war. Steve scheint erst schwer von Begriff, als er aber kapiert, dass Robin sich gerade als lesbisch geoutet hat, entschärft er die Spannung mit seinem kumpelhaften Benehmen.

11. Ben (Geburtsname Sadie) in "Good Girls"

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Ausgepowert nach einem langen Tag erzählt Annie Sadie, dass Nancys Baby geboren wurde. "Es ist ein Junge", teilt sie Sadie mit, worauf Sadie zögernd antwortet: "Ich auch." Annie steigt zu Sadie ins Bett und gibt ihrem Sohn eine Umarmung. Als er Annie fragt, wie es ihr geht, sagt seine Mutter mit einem Lächeln, sie hätte sich "immer einen Jungen gewünscht".

  • Quelle:
  • Noizz.de