Ein Muss für jeden Horror-Fan.

„Spuk in Hill House“ ist zwar erst seit dem 12. Oktober online, doch die Serie hat bereits für einige Schlagzeilen gesorgt. Das liegt vor allem daran, dass sich viele beim Schauen der Netflix-Produktion vor Angst richtig eingeschissen haben. Doch die Horrorserie hat auch damit für Furore gesorgt, dass sie einfach unglaublich geil gemacht ist. Wir haben acht Gründen gesammelt, wieso „The Hunting of Hill House“ ein richtiges Meisterwerk ist.

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Flache Charaktere sind ein bekanntes Problem des Horrorgenres. Nicht so bei „The Hunting of Hill House“. Die Hauptfiguren der Serie sind nicht nur mit Liebe zum Detail geschrieben, sondern ergänzen sich auch perfekt. Statt oberflächlicher Stereotypen bietet die Netflix-Show tiefgängige Figuren, in denen man sich definitiv wiederfinden kann. Perfektioniert werden die Bewohner des Hill Houses natürlich von den grandiosen Schauspielern – allen voran Oliver Jackson-Cohen.

Auch die Hintergrundgeschichte des Gruselfilmes ist einfach großartig. Das Familiendrama der siebenköpfigen Familie Crain ist so real und emotional, dass es selbst ohne den Horroraspekt und die Zeitsprünge einen geilen Film abgeben würde. Kein Wunder, dass diese Serie auch als „This is Us“ mit Horrorelementen gilt.

Über zehn Episoden einen Spannungsbogen zu halten ist keine leichte Aufgabe. „Spuk in Hill House“ schafft diese Herkulesaufgabe trotzdem und ist damit die perfekte Horrorshow fürs Binge Watcher. Denn nach jeder Episode ist es quasi unmöglich zu stoppen, weil du garantiert wissen willst: WIE GEHT ES WEITER?

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Wenn romantische Komödien ein nur halb so gutes Drehbuch wie diese gruslige Netflix-Serie hätten, würden sich sicher mehr Leute für Romcoms interessieren. Ein gutes Script ist einfach bei jeder Show und jedem Film das A und O – selbst bei Horror. Denn eine Produktion kann noch so gruslig sein – wenn das Drehbuch nicht abliefert, kannst du sie vergessen. Gut, dass „Spuk in Hill House“ auch hier eine Glanzleistung hinlegt!

Sind wir doch mal ganz ehrlich: Es gibt einfach wahnsinnig viele Schauspielkids, die es einfach nichts drauf haben. Das ist bei einer längeren Serie einfach nur nervig und zerstört oft gut durchdachte Charaktere. Bei dieser Netflix-Produktion sind es dagegen oft gerade die Jungschauspieler, die mit ihrer Darstellung beeindrucken.

Natürlich muss ein vernünftiger Horrorfilm auch einfach beängstigend sein – das ist ja schließlich der Reiz des Genres. Schaurige Kinder und authentische Geister haben diese Serie schon jetzt in den Olymp der Gruselfilme katapultiert. Selbst die vielseitigen Charaktere und ihre traumatischen Geschichten verfolgen einen irgendwie. Wer zart besaitet ist, sollte sich die Netflix-Show deshalb am besten am helllichten Tag oder vielleicht gar nicht anschauen.

Die Horrorserie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der amerikanischen Schriftstellerin Shirley Jackson. Die Romanvorlage für die heutige Netflix-Serie wurde bereits 1959 veröffentlicht. Seitdem wurde die Geschichte des heimgesuchten Hauses schon einige Mal adaptiert. So modern und spielerisch wie Mike Flanagan hat bisher jedoch wohl niemand das Schicksal der Craigs umgesetzt. Denn dass die Originalgeschichte schon fast 60 Jahre alt ist, merkt man bei „Spuk in Hill House“ definitiv nicht.

Im Konzept treffen sich einfach die großen Meister der Kinematographie – nicht persönlich, aber zumindest im Geiste. Regisseur Mike Flanagan vereint die gruslige Kameraführung von Stanley Kubricks „Shining“ mit verdrehten Timelines á la Alfred Hitchcock und das Ergebnis ist visuell und inhaltlich beeindruckend. In „The Hunting of Hill House“ kommt einfach das Beste der Filmgeschichte zusammen.

Quelle: Noizz.de