Du willst nicht wissen, wie "Love is Blind" ausgeht? Geschweige denn, was bei "Narcos" passiert? Tja, dann bleib einfach zuhause – eine Werbekampagne auf der fett das Netflix-Logo prangert, will dich zum "Quarantine & Chill" bewegen. Indem einfach dreist gespoilert wird. Was wirklich dahinter steckt, liest du hier.

Es soll ja immer noch Menschen geben, die den Ernst der Lage nicht begriffen haben und #staythefuckhome eher als grobe Richtlinie sehen. Dabei ist das nachweislich der beste Schutz, um eine weitere Verbreitung des Covid-19-Erregers zu verhindern. Dass viele Menschen das noch immer nicht für voll nehmen, haben auch die beiden Studenten Matithorn Prachuabmoh Chaimoungkalo und Seine Kongruangkit beobachten können. Die beiden leben eigentlich in Deutschland. Matithorn hat gerade sein Studium an der Miami Ad School Europe in Hamburg mit den Schwerpunkten Marketing, Media und Kommunikation beendet, Seine befindet sich noch Mitten im Studium.

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Aufgrund der weltweiten Coronakrise haben sich die beiden aber entschlossen, zurück in ihre thailändische Heimat zu reisen, um näher bei ihrer Familie zu sein. Dort angekommen in Bangkok hätten sie bemerkt, dass viele, vor allem Jüngere kaum aufgeklärt seien, wie die beiden dem Jugendmagazin der "Süddeutschen Zeitung", "jetzt.de", erzählten. Deswegen sind sie auf eine ausgefuchste Idee gekommen: "Manche Menschen haben leider mehr Angst vor Spoilern als vor dem Virus", sagt Matithorn. Kurzerhand kreierten sie eine verblüffend echt aussehende Netflix-Kampagne, die viral ging.

Hier kannst du die Plakate sehen:

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In den Motiven verraten sie zum Beispiel, wer bei "Narcos" gewinnt, wer bei "Stranger Things" und "Haus des Geldes" stirbt und auch, welche Paare bei " Love is Blind" am Ende wirklich heiraten. Eine miese Tour mit einer hohen Wirksamkeit. Denn in den sozialen Medien verbreiten sich die Motive rasend schnell, sie gehen viral – und machen so viel sensibler auf den richtigen Umgang mit Covid-19, als viele andere Kampagnen, die oft abstrakt sind und nicht nah am Lebensbereich der Menschen.

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Seine und Matithorn kannten selber tatsächlich auch nur das Ende von "Love is Blind" und "Stranger Things", alle anderen Serien haben sie gegoogelt. Im Momentan gibt es die Werbetafeln nur im Netz. Mit dem rasanten Erfolg ihrer Aktion hätten beide überhaupt nicht gerechnet.

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Netflix selbst hat damit übrigens rein gar nichts zu tun. Die beiden Studenten hätten zwar in der thailändischen Zentrale von Netflix in Singapur angerufen, dort habe man ihnen aber nur gesagt, dass sie die Idee an sich cool finden würden, aber nicht offiziell mitmachen könnten. Es gebe nämlich eine feste Regel: "Never spoiler the own shows."

  • Quelle:
  • Noizz.de