Der Kreml findet die HBO-Serie nicht so gut wie die IMDb ...

Die Mini-Serie "Chernobyl" ist gerade in aller Munde, hat sogar auf IMDb so gute Bewertungen bekommen, dass sie momentan als beste Serie der Welt bezeichnet wird. Trotz allem gibt es einen Ort auf der Erde, welcher der Serie nicht viel abgewinnen kann: Russland.

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Laut "Moscow Times" regen sich gerade einige Pro-Kreml-Medien über die amerikanische Serie auf, da sie "eine Karikatur und nicht die Wahrheit" darstelle und so klischeehaft sei, dass nur noch "Bären und Akkordeons" fehlen würden.

Präsident Wladimir Putin hat sogar prompt eine eigene russische Produktion angeordnet. Der russische Fernsehsender "NTV" hat sich der Sache schon angenommen und laut "Wahington Post" bereits 30 Millionen Rubel (etwa 400.000 Euro) vom russischen Kulturministerium zur Verfügung gestellt bekommen.

Allerdings wird das russische "Chernobyl" ein wenig anders aussehen: Es geht um eine fiktive Story, bei der der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA die Schuld an dem Super-GAU trägt – und nicht die russische Leitung des Kernkraftwerkes.

Nur als kurze Erinnerung: Obwohl es von Beginn an Probleme bei der Durchführung eines Sicherheitstests in dem Kernkraftwerk gab, wurde er trotzdem durchgeführt, was schlussendlich am 26. April 1986 zur Explosion eines Reaktors führte. Der Vorfall ist bis heute der Schlimmste seiner Art. Direkt sind zwar weniger als 50 Leute gestorben, über 300.000 Menschen mussten allerdings umgesiedelt werden und Tausende starben an den Spätfolgen der Katastrophe: Krebs.

Ob das in der russischen Version auch so dargestellt werden wird, ist bislang nicht bekannt.

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Quelle: Noizz.de