Wer vermisst noch das gute, alte Putlocker? 

Wer kennt sie noch, die Putlocker-, Sockshare- oder Gorillavid-Links, auf die immer Verlass war. Wem diese Namen gar nichts mehr sagen, der hat nicht in den Zeiten gestreamet, als Netflix noch ein unbekanntes Phantom aus Amerika war und du einfach zu faul warst, um zum nächsten Video World zu radeln.

Mittlerweile hat sich bei vielen die Angewohnheit, illegal seine Lieblingsserien und Filme zu streamen, verlaufen. Denn es ist einfach so easy geworden, sich ein Amazon-Prime-Abo zu schnorren oder schnell mal das Sky-Ticket vom besten Freund mitzubenutzen.

Das illegale Streamen war ein ständiger Kampf zwischen Pop-Up-Werbungen für Sex-Dates, getarnten Download-Buttons und Werbungen für "das beste Fantasy-Game, dass du je spielen wirst". Und obwohl jede einzelne Episode eine konzentrierte Analyse aller verfügbaren Links erforderte, fühlte sich das letztendliche Schauen der gewünschten Episode an, wie eine Belohnung für einen äußerst anspruchsvollen Hürdenlauf. Im Gegensatz dazu sind Netflix und Co. ein Kinderspielplatz. Trotzdem erinnern wir uns gerne daran, wie das illegale Streamen uns mit diversen virtuellen Weisheiten bereichert hat.

1. Es gibt nicht wirklich 294 verschiedene Links

Eigentlich gab es nämlich nur eine Handvoll verfügbarer Videos, die unter ganz vielen verschiedenen URLs hochgeladen worden sind. Irgendwann wusstest du Bescheid, welche Seiten dieselben Videos hochgeladen hatten. Dementsprechend konntest du abschätzen: Wenn das Video auf der einen Seite nicht funktioniert, tut es das auf der anderen auch nicht.

2. Vidup.me wird dich immer enttäuschen

Es gab immer – IMMER – diese eine Seite, die NIE funktioniert hat. Und von all diesen Seiten, die nie funktioniert haben, war "vidup.me" eindeutig die schlimmste. Doch bis du das gelernt hast, musstest du erst wieder und wieder enttäuscht werden. Doch irgendwann warst du soweit und hast die Existenz dieses Links einfach ignoriert, und deine Hoffnung auf verlässlichere Seiten wie Cloudshare gesetzt.

3. Warte, bis das RICHTIGE "x" erscheint

Damit dein illegales Streaming für den Hochlader des Videos rentabel ist, musst du dich wohl oder übel durch ein Meer von Anzeigen für "Abnehmen über 40" oder "Millionär in nur 6 Schritten" waten. Den fatalen Fehler haben wir bereits alle begangen – nicht jedes "x" zum Wegklicken der Werbung ist auch wirklich das "x", das du klicken solltest. Manchmal waren nämlich die Werbenden so raffiniert, dass sie die Grafik eines "x" in ihre Werbung mit eingebaut haben. Hättest du das geklickt, wärst du wohl oder übel auf der Seite des Werbenden gelandet. Also haben wir irgendwann gelernt, das richtige "x" abzuwarten.

4. Du kannst einfach die URL bearbeiten

Lange hat es gedauert, bis es auch der Letzte verstanden hat. Du musst nicht immer zurück zu "watchseries.co", um den Link für deine nächste Folge mühselig herauszusuchen. Alles wird viel leichter, wenn du einfach oben in der URL die Episodenzahl bearbeitest, neu lädst – und zack bist du schon bei der nächsten Folge. Gefährlich einfach ging das dann plötzlich alles. Da kann man schon mal bis drei Uhr morgens in einem endlosen Marathon Friends gefangen bleiben.

>> So viel verdienen die "Friends"-Stars noch heute

5. Klicke. Auf. Nichts.

Egal, wie echt der "Play Now"-Button aussieht – du hast irgendwann gelernt, nichts und niemanden in Verbindung zu illegalen Streaming-Seiten zu vertrauen. Abgehärtet wie ein wahrer Serien-Junkie konntest du dich nach einer Weile durch alle trügerischen Weiterleitungen navigieren, bis du endlich die ersehnten Anfangstöne deiner Lieblingsserie gehört hast. Und dann hieß es: Möglichst nichts berühren. Einfach laufen lassen.

Übrigens sollten wir an dieser Stelle vielleicht mal erwähnen, dass es natürlich gar nicht so richtig cool ist, illegal zu streamen. Schließlich sollte man dem Produzenten eines Films oder eine Serie auch die Möglichkeit geben, finanziell für ihr Werk belohnt zu werden. Gerade, wenn es dir so gut gefällt, dass du es jeden einzelnen Tag suchten magst.

>> "90210": Die Kult-Serie aus den Neunzigern kommt zurück!

Wenn du zum Thema Serien noch mehr Gesprächsbedarf hast, dann kannst du dich ordentlich austoben in unserer Facebook-Gruppe "Süchtig nach Serien – Netflix, Amazon, Sky und Co."

Quelle: Noizz.de