Der Produzent beugt sich dem Druck von Experten.

Netflix hat sich entschieden, die kontroverse Selbstmordszene der Teenieshow "13 Reasons Why" zu entfernen. Die Szene zeigte die Figur Hannah Baker, wie sie in der Badewanne in ihrem Elternhaus Suizid begeht. Statt der tatsächlichen Tat sehen Zuschauer jetzt nur noch, wie Hannah sich in die Badewanne legt und wie ihre Eltern sie danach tot auffinden.

"Wir haben von vielen jungen Menschen gehört, dass sie durch '13 Reasons Why' ermutigt wurden, Gespräche über schwierige Themen wie Depressionen und Selbstmord zu beginnen und Hilfe zu bekommen – oft zum ersten Mal", so ein Sprecher von Netflix in einem offiziellen Statement gegenüber "Deadline".

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Die Entscheidung, die Szene am Ende der ersten Staffel zu cutten, begründete der Streaming-Dienst außerdem so: "Während wir uns darauf vorbereiten, später in diesem Sommer die dritte Staffel zu starten, haben wir die laufende Debatte rund um die Show bedacht. Auf Anraten von medizinischen Experten, einschließlich Dr. Christine Moutier, Chief Medical Officer der American Foundation for Suicide Prevention, haben wir uns daher zusammen mit dem Creator Brian Yorkey und den Produzenten entschlossen, die Szene zu überarbeiten, in der sich Hannah in Staffel eins ihr eigenes Leben nimmt."

Kritiker der Show gehen davon aus, dass die Serie über den Suizid der Schülerin junge Menschen zum Nachahmen animiert und die Selbstmordrate unter Jugendlichen erhöht.

Warum unsere Autorin Genna diese Argumentation gar nicht nachvollziehen kann, kannst du hier nachlesen: Hört auf, der Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" die Schuld an Teenie-Selbstmorden zu geben.

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Wenn du selbst depressiv bist, Suizid-Gedanken hast, kontaktiere bitte umgehend die Telefonseelsorge (www.telefonseelsorge.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhältst du Hilfe von Beratern, die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Quelle: Noizz.de