Mit diesen FreundInnen willst du nicht verreisen

Endlich: Nun haben auch die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg Sommerferien – Schools out! Wer seine Urlaubsplanung schon abgeschlossen hat: Viel Spaß! Für alle anderen soll dieser Text eine Warnung sein. Denn egal ob es bei euch in den All-Inclusive Urlaub geht, ihr euch fürs Zelten in Süddeutschland oder das fürs Wandern in Norwegen entschieden habt: Nicht nur beim Reiseziel sollte man sich eingehende Gedanken machen, auch bei der Auswahl der Mitreisenden ist Vorsicht geboten. Wir nennen euch die schlimmsten BegleiterInnen, wo ihre nervige Art eigentlich her kommt und wie ihr am besten damit umgeht:

Indizien: Für diesen Urlaubstypen gibt es eigentlich nur einen Grund in den Urlaub zu fahren: Um die Bilder auf Instagram zu veröffentlichen. Es wird also fieberhaft nach den passenden Posen, Motiven und Orten gesucht, die möglichst viele Likes einbringen. Dabei ist egal wie scheiße es vor Ort ist oder wie lächerlich man sich vor der Kamera macht.

Was ständig vorhanden sein muss: WLAN! Alles andere ist eigentlich egal. Nach den täglichen Shootings wird gefiltert, gecropped und hochgeladen um zu demonstrieren, wie aufregend und Insta-würdig das Urlaubsleben doch ist. Die verzweifelte Suche nach Hashtags ist natürlich Teil des Spiels #passionpassport.

Gründe: Wie bei allen Leuten die zu viel auf Instagram abhängen – Geltungsbedürfnis.

So geht ihr damit um: Macht doch einfach eine Challenge draus! Versucht, möglichst jedes Foto zu crashen. So landet ihr endlich auch mal auf Instagram und seid beschäftigt, während eure Begleitung an ihrer oder seiner Insta-Karriere arbeitet.

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Indizien: Ihr solltet hellhörig werden, wenn er oder sie sich danach erkundigt, wie viele Gepäckstücke maximal zusätzlich mitgenommen werden können. Wenn dann noch der Hinweis eingeht, dass man/frau für den Hygienekoffer, die Sneakersammlung und den Schmuckkoffer ja auch noch Platz braucht, seid ihr vermutlich mit dem Urlaubstypen „Fashion Victim" unterwegs.

Er oder sie wechselt fünf Mal am Tag die Klamotten, geht nicht ohne die passenden Schuhe aus dem Hotel und hat für jeden Abend den perfekten Dinner-Fummel inklusive Accessoires am Start. Könnte euch eigentlich egal sein? Nun, spätestens dann wenn ihr morgens drei Stunden warten müsst bevor es zum Frühstücken gehen kann oder aber ihr mit einer solchen Person das Zimmer/Zelt teilen müsst, wirds nervig.

Gründe: Der Fashion Victim möchte eigentlich jemand sein, der zu jeder Zeit perfekt aussieht, dabei ist die Modeaffinität nur die Tarnung für die Ungfähigkeit sich entscheiden zu können, oder – noch schlimmer – die Unfähigkeit mal locker zu lassen und die falsche Bluse zur richtigen Jeans zu tragen.

So geht ihr damit um: Angriff indem man selbst am besten alles durcheinander trägt und somit jederzeit den schreienden Kontrast zu eurer/eurem perfekt gestylten Mitreisenden bildet. Warum? Weil ihr verdammt noch mal im Urlaub seid und es könnt.

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Indizien: Ja, Begeisterungsfähigkeit ist toll und positive Menschen können echt ansteckend sein. Können! Wenn er oder sie aber alles grundlos geil findet, jede Mini-Sehenswürdigkeit fotografiert und bei 40 Grad vor einem Bauwerk steht und den Wikipedia-Eintrag dazu vorträgt, weil das alles ja so interessant ist, hört es auf.

Denn ehrlich: Nicht jeder Stein ist ein spannendes Fossil, nicht jede Welle am Meer ist der grandiose Beweis für das Wunder der Natur und nicht jede Kugel Eis ist das Beste was ihr je gegessen habt.

Gründe: Vermutlich ist das Leben dieses Urlaubstypen so langweilig, dass er oder sie tatsächlich alles supidupitoll findet. Das ist traurig und man möchte ihm oder ihr die Freude ja von Herzen gönnen – nur eben nicht wenn man selbst dabei ist.

So geht ihr damit um: Am besten verwandelt man sich in einen Emo, malt sich schwarzen Kajal um die Augen und spricht unermüdlich von der Endlichkeit der Welt. Das hilft zwar nicht direkt im Umgang mit diesem Urlaubstypen, sorgt aber für Endorphinbalance im Urlaub.

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Indizien: Der Dutyfree-Laden am Flughafen ist das erklärte erste Ziel dieses Urlaubstypen. Das Motto lautet „Wir sind hier nicht zum Spaß sondern zum Saufen!" – Klasse! Ihr könnt euch sicher sein, dass ihr die nächsten Tage im Hinterland, in dem ihr eigentlich zelten wolltet nach einem ranzigen Club sucht, den ihr nicht findet um dann in der einzigen Dorf-Kneipe bei abgestandenem Bier rumzusitzen und darauf aufzupassen, dass eure Begleitung sich entweder nicht hinterm Tresen übergibt, eine Schlägerei anfängt oder ins Koma fällt. Sollte eines dieser Möglichkeiten dennoch eintreffen, könnt ihr ihn oder sie dann zurück ins Zelt tragen und am nächsten Tag wieder beim „Konterbier" zuschauen – wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier, vergessen?

Gründe: Entweder er oder sie hat zu Hause nie die Möglichkeit einfach mal freizudrehen oder aber assoziiert mit Spaß einzig und allein einen gewissen Pegel.

So geht ihr damit um: Mitsaufen. Anders hält man das nicht aus. Nach dem ersten Sangria-Eimer kommt einem auch alles gar nicht mehr so schlimm vor.

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Indizien: Er oder sie hängt ausnahmslos am Handy und ist mit dem Kopf eigentlich hauptsächlich bei allen anderen. Er muss ja wissen, was bei denen zu Hause los ist, wie es Oma geht und ob alles gut ist. Abendessen könnt ihr definitiv alleine, denn er oder sie muss ja wenigstens einmal am Tag ausgiebig mit dem Freund oder der Mama telefonieren. Bilder macht er oder sie eigentlich auch nur um allen zu Hause ein Update auf den aktuellen Standort zu geben.

Gründe: Vermutlich Verlustängste oder einfach die Unfähigkeit mal abzuschalten.

So geht ihr damit um: Weghören und sich möglichst zu Anfang des Urlaubes nach wem anders umschauen, mit dem oder der man stattdessen abhängen kann.

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Quelle: Noizz.de