Das Cannabis irgendwie göttlich ist – darüber sind sich ja viele einig. Aber inwiefern kann es nach jüdischen Gesetzen koscher sein? Und woher kommt der Name "Kosher Kush"?

Über eine Tatsache sind wir uns wahrscheinlich alle einig: Bei dem Wort "koscher" denken wir als allerletztes an Cannabis. Denn, wer sich ein bisschen mit jüdischen Traditionen und Regeln auskennt (oder das Wort "koscher" schon mal gegoogelt hat), weiß: Es beschreibt keinesfalls die Eigenschaften von Rauschmitteln.

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Die jüdischen Speisegesetze teilen Lebensmittel in die Gruppen "für den Verzehr erlaubt" (jiddisch: "koscher") und "nicht für den Verzehr erlaubt" (jiddisch: "nicht-koscher" oder "treif") ein. Es gibt Fleisch von bestimmten Tieren, das verboten ist, ebenso die Vermischung von "milchig" und "fleischig" und bestimmte Regeln für den Herstellungsprozess von Mahlzeiten. Aber was hat das mit Cannabis zu tun?

Von einem Rabbiner gesegnet

Zum einen könnte man sagen, dass die Cannabissorte "Kosher Kush" ihren Namen erhielt, weil sie die erste kommerzielle Sorte war, die tatsächlich von einem Rabbiner gesegnet wurde. Ja, das ist echt passiert.

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Zum anderen wurde sie aber auch deshalb "koscher" getauft, damit ihr anstößiger Ursprungsname keine Verwendung mehr findet. Die Sorte stammt aus Kalifornien und wurde ursprünglich scherzhaft als "Jew Gold" oder "JG" bezeichnet. Als sie mehr und mehr zum Mainstream und zu einem Favoriten in der medizinischen Anwendung wurde, wollte man den negativ konnotierten Namen ändern.

"Koscher" als Synonym für "gut"

Zwar verleiht die Segnung des Rabbiners der Cannabissorte eine gewisse Göttlichkeit – natürlich nur im übertragenen Sinne – das erklärt aber längst nicht, inwiefern das Gras koscher ist, zumal es ja kein Lebensmittel ist. Die simple Antwort: In der Umgangssprache ist "koscher" zu einer Art Synonym für alles Gute, Reine, Gerechte geworden. Mit seiner erleuchtenden und friedlich beruhigenden Wirkung hat sich die Sorte ihren Namen also allemal verdient.

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  • Quelle:
  • Noizz.de