US-Arzt verschreibt 4-jährigem Jungen Marihuana – bangt jetzt um seine Lizenz

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Medizinisches Weed für alle Neuseeländer, yay! Foto: lexscope / Unsplash

Aus leckeren Weed-Keksen wurde schnell ein großes Problem.

Ein Arzt aus Hollywood muss um seine Lizenz fürchten. Er verschrieb einem 4-jährigen Jungen medizinisches Cannabis, um dessen Wutanfälle zu behandeln. Laut dem Arzt habe das Kind eine Mischung aus ADS/ADHS und bipolarer Störung. Das Problem: Weder ein Psychologe bestätigte diese Diagnose je, noch nahm sich der Arzt ausreichend Zeit, um den Jungen zu untersuchen.

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Macht Coca Cola bald in Weed? Foto: Esteban Lopez / Unsplash

Laut der „Los Angeles Times“ verordnete der Doktor bereits nach einer 30-minütigen Unterhaltung das medizinische Marihuana. Seine Anweisung an den Vater des Jungen: „Packen Sie eine kleine Menge Cannabis in seine Kekse.“ Was laut dem Vater zunächst funktionierte – der Weedcookie soll den Jungen deutlich beruhigt haben – endete schnell in einem juristischen Chaos.

Medizinischer Gebrauch von Marihuana ist zwar in Kalifornien seit 1996 legal. Minderjährigen darf der Stoff trotzdem nicht verschrieben werden. Vor allem, weil die Wissenschaft davon ausgeht, dass sich Cannabiskonsum negativ auf die Gehirne von Kindern und Jugendlichen auswirkt, weil sie sich noch im Entwicklungsstadium befinden.

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Der Vorfall viel auf, nachdem die Lehrerin vom Vater des Jungen gebeten wurde, ihm die Cannabiskekse auch zum Lunch zu servieren. Sie alarmierte das Jugendamt. Das California’s Medical Board – eine staatliche Regierungsbehörde, die Ärzte, Chirurgen und bestimmte medizinische Fachkräfte in Kalifornien lizenziert und diszipliniert – ordnete daraufhin an, dem Doktor die Lizenz zu entziehen.

Der Vorfall scheint sich bereits 2012 ereignet zu haben. Wie die „Los Angeles Times“ berichtet, ordnete das Medical Board an, seine Lizenz am 4. Januar zu inaktivieren. Er legte jedoch Berufung am Oberlandesgericht in San Fransisco ein. Nun soll seine Anhörung am 12. März stattfinden.

Quelle: Noizz.de