Ein spanischer Pornostar will einem Fotografen bei der Überwindung seiner Drogensucht helfen – mit Krötengift. Am Ende ist der Fotograf tot. Was ist das für ein Gift?

Ein mystisches Ritual mit Krötengift, ein Pornostar – und am Ende ein Toter. Diese Geschichte klingt zu abgedreht, um wahr zu sein: Und doch steht an ihrem Ende eine wahrhaftige Anklage wegen Totschlags – gegen den Porno-Star, wie sich versteht.

Tod bei schamanischer Zeremonie

Angeklagt ist der spanische Pornodarsteller und Produzent Nacho Vidal, so wie einer seiner Angestellten und ein Familienmitglied Vidals. Der Grund: Der Tod des Modefotografen José Luis Abad im Juli 2019. Dies berichtete die spanische Gemeinde-Website La Vanguardia. Angeblich sei der Fotograf während einer schamanischen Zeremonie gestorben, die ihm bei der Überwindung einer Drogenabhängigkeit helfen sollte.

"Der Polizeieinsatz begann nach dem Tod des Opfers während der Feier eines mystischen Rituals, das auf dem Einatmen des Giftes der Bufo-Alvarius-Kröte basierte", gab die Polizei bekannt.

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Krötengift als Trenddroge

Bufo Alvarius, auch bekannt als die Kröte der Sonora-Wüste oder Colorado-Flusskröte, lebt im Norden Mexikos und im Südwesten der Vereinigten Staaten. Ihr Hauptabwehrmechanismus sind Drüsen, die das bekannte Halluzinogen 5-Methoxy-N,N-Dimethyltryptamin (5-MeO-DMT) produzieren.

Das Sekret gilt als neue, bewusstseinsverändernde Trenddroge, die von Schamanen in Mexiko seit Jahrzehnten genutzt wird und nun auch bei naturalistischen Behandlungsmethoden angewandt wird. Das US-Suchtzentrum beschreibt das psychedelische Krötengift als vergleichbar mit dem High von Ayahuasca, Meskalin und Magic Mushrooms.

Während es früher üblich war, das Gift durch direktes Lecken der Kröte aufzunehmen, wird die Flüssigkeit heute aus der Kröte extrahiert, bevor sie zu einer Art Staub dehydriert, der dann geraucht wird. Die Wirkung hält im Durchschnitt zwanzig Minuten an.

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Quelle: Noizz.de