Forscher sehen Zusammenhänge zum gesellschaftlichen Druck gegen LGB-Menschen.

In Amerika wird regelmäßig eine repräsentative Studie durchgeführt, die den Drogenkonsum der US-Bevölkerung misst. Forscher der Columbia University’s Mailman School of Public Health haben sich nun die Daten der nationalen Untersuchung über Drogenkonsum genauer angesehen. Laut ihnen gibt es signifikante Zusammenhänge zwischen sexueller Orientierung und Cannabis-Konsum.

Die Forscher untersuchten vorhandene Daten aus dem Zeitraum zwischen 2015 und 2017. Ihre Ergebnisse wurden im wissenschaftlichen Magazin "Drug and Alcohol Dependence" veröffentlicht.

Sie entdeckten, dass der tägliche Konsum von Cannabis bei bisexuellen Frauen siebenmal höher ist als bei heterosexuellen Frauen. Auch der jährliche Konsum ist bei LGB-Menschen höher als bei heterosexuellen Menschen.

In Staaten, in denen medizinisches Cannabis erlaubt ist, rauchen ebenfalls mehr LGB-Patienten medizinisches Cannabis als heterosexuelle Patienten.

Die Forscher ziehen aus den Ergebnissen der Studie, dass möglicherweise die Gesetze für das Nutzen medizinischen Cannabis' sexuelle Minderheiten anders beeinflusst als Heterosexuelle. Besonders stark merke man das bei bisexuellen Frauen.

Außerdem glauben die Forscher, dass LGB-Patienten mehr Stress empfinden aufgrund ihrer Sexualität in einer hetero-normen Gesellschaft und deswegen mehr Cannabis rauchen. 

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Quelle: Noizz.de