Dass große Autofirmen wegen des Coronavirus' unter den Lieferengpässen aus China leiden, wissen wir bereits. Doch eine Branche scheint ähnlich hart getroffen: die Drogenschmuggler. Käufer könnten das schon bald zu spüren bekommen.

Weltweit schicken großen Firmen ihre Angestellten ins Home Office – vielen ist es sogar unmöglich geworden, zu arbeiten. Doch die Unterbrechung wichtiger Lieferketten ist nicht etwa nur ein Problem der Auto- und Technikindustrie: Das Coronavirus schränkt auch den Drogenschmuggel massiv ein.

Mexikanische Kartelle schmuggeln Crystal Meth in die USA

Der Grund: Hauptlieferant von Chemikalien, die in Mexiko später zu Drogen und Betäubungsmitteln wie Crystal Meth oder Fentanyl weiterverarbeitet werden, ist China. Als Ursprungsland des Virus mit vielen Corona-Kranken erliegt dort die Produktion und die Lieferkette zu den großen Kartellen in Mexiko wird unterbrochen. Dadurch werde wiederum der Schmuggel in die benachbarten USA beeinträchtigt. Das berichtete "Vice" unter Bezug auf Quellen in Mexiko.

Weniger Drogen – höhere Preise

Vertreter eines großen Drogenkartells im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa hätten darüber hinaus berichtet, dass der Mangel an importierten Chemikalien auch die Preise für die entsprechenden Drogen in die Höhe treibe. Die Produktion von Methamphetamin und Fentanyl sei zwar immer noch im Gange, jedoch mit geringeren Raten als üblich.

Die überwiegende Mehrheit des in den USA konsumierten Meths stammt aus Mexiko, Käufer könnten die Preissteigerung also schon bald zu spüren bekommen. In Mexiko sei dies bereits der Fall, so ein Kartell-Vertreter gegenüber Vice. "Ein Pfund Meth im Großhandel kostete früher zwischen 1.500 und 2.500 Pesos (60 bis 100 Euro). Jetzt sind es ungefähr 6.000 bis 7.000 Pesos (230 bis 270 US-Dollar)", sagte er. Die starke Preiserhöhung habe vor etwa zwei bis drei Wochen gestartet.

Sieht wohl so aus, als bleibt keine Branche vom Virus verschont – nicht einmal die sonst so trickreichen Drogenschmuggler.

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Quelle: Noizz.de