Die Ursache für die E-Zigarettenkrankheit ist immer noch unbekannt.

Immer mehr Betroffene werden krank von E-Zigaretten – und noch immer Rätselraten über die Ursache: Die Zahl der Nutzer von E-Zigaretten in den USA mit Lungenschäden ist mittlerweile über 800 gestiegen. Nun sind schon 12 Menschen an der mysteriösen Krankheit gestorben.

Das gab die US-Gesundheitsbehörde bekannt. Zuletzt hatten sie von rund 530 Verletzten und sechs Todesfällen gesprochen. Einer Studie im "New England Journal of Medicine" zufolge gab es bereits mehr als 900 Betroffene, rund 500 davon bestätigt. Weiterhin scheint aber kein anderes Land betroffen zu sein.

Die meisten der Betroffenen, die über ihre Tabak-Mischungen Auskunft gaben, hatten THC-Produkte in ihre E-Zigaretten gegeben, wie die Behörde am Freitagabend mitteilte. Die Auswertung weise darauf hin, dass THC eine Rolle bei den Symptomen spiele, schreibt die Behörde, die Daten von 514 Patienten für die Untersuchung analysiert hatte. Die Ursache für die Lungenschäden ist laut der Behörde jedoch immer noch unklar.

In Deutschland sind die Zusammensetzungen der Wirkstoffe von E-Zigaretten strenger reguliert als in den USA. Die Union im Bundestag hatte jedoch erst am Mittwoch strengere Regeln für nikotinfreie E-Zigaretten angemahnt. Wer auf Nikotin verzichte, sei bisher ungeschützter, hatte Gitta Connemann der CDU gesagt und kommentiert, dass das absurd wäre. Für nikotinfreie E-Zigaretten und aromatisierte Flüssigkeiten (Liquids) gelten demnach bisher die weniger strengen Regeln des Lebensmittelrechts.

Nicht für sie anwendbar sei die tabakrechtliche Vorgabe, dass alle Inhaltsstoffe in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils auf der Packung stehen müssen, hieß es. Dies gelte auch für eine per Verordnung festgelegte Liste mit verbotenen Zusatzstoffen. Diese Lücke werde im Markt zusehends ausgenutzt, indem Händler unregulierte Liquids zusammen mit Nikotin-Shots zum Selbermischen anböten. "Welcher Dampfer weiß schon, dass nur Nikotinprodukte wirklich reguliert sind?" Für Panik bestehe hierzulande aber kein Anlass.

Rauchen sei trotzdem um ein Vielfaches schädlicher als Dampfen. "Weniger schädlich bedeutet aber nicht harmlos", betonte die CDU-Politikerin. Die Folgen seien unklar, Langzeitstudien fehlten. "Gesundheitsbotschaften und E-Zigaretten gehören nicht zusammen", so Connemann.

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[Text: Zusammen mit dpa]

Quelle: Noizz.de